Auszeit mit offenem Ende

Max Giesinger zieht sich zurück: «Mein Ego wird rebellieren»

13.05.2026 – 11:59 UhrLesedauer: 2 Min.

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Max Giesinger: Der Musiker sehnt sich nach einem normalen Alltag. (Quelle: IMAGO/Robert Schmiegelt)

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Die Entscheidung für eine Auszeit macht Max Giesinger Angst. Trotzdem nimmt sich der Sänger eine Pause.

Elf Jahre lang stand Max Giesinger nahezu ununterbrochen auf der Bühne, absolvierte Tour um Tour und bediente ein dichtes Programm aus Radio- und TV-Auftritten. Damit soll ab September Schluss sein. Im Podcast «Wie geht’s? Mit Robin Gosens» kündigte der 37-Jährige eine Auszeit an, die er vorerst ohne festes Ende plant.

Den Hauptgrund für die Auszeit benennt der «80 Millionen»-Sänger klar: «Ich sehne mich nach Normalität.» Das Leben auf Tour, das stetige Funktionieren-Müssen über mehr als ein Jahrzehnt, habe zwar schöne Seiten gehabt, aber auch viel Stress mit sich gebracht. Er wolle aus diesem «wunderschönen Zirkus aussteigen», sagte er im Podcast.

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Gleichzeitig plant Giesinger eine Pause von den sozialen Medien. Dass ihm neben der Bestätigung auf der Bühne damit auch noch die ständige Rückmeldung durch ein großes Publikum wegfällt, bereitet ihm Sorgen. «Das macht viel mit dem Selbstwert», sagte er. Sein Ego werde «krass rebellieren», vermutet er. Die Auszeit solle ihm aber auch zeigen, dass er mehr sei «als nur der Musiker».

«Ich werde sehr erstarkt zurückkommen»

Die Angst vor einem «Relevanzverlust» plagt ihn ebenfalls: Giesinger beschreibt, dass es gerade gut laufe, mit vielen Konzerten und Anfragen. Er habe Angst, «dass ich nicht mehr auf dieses Level zurückkomme». In solchen Momenten helfe ihm der Gedanke, dass er «keine Eintagsfliege» gewesen sei. Dennoch hofft er auf eine reinigende Wirkung der Auszeit: «Ich werde sehr erstarkt zurückkommen.»

Bevor das Sabbatical beginnt, steht für Giesinger noch ein ungewöhnlicher Zwischenstopp an: In Bordeaux besucht er ein buddhistisches Kloster für ein «Silent Retreat light». Danach folgt zunächst noch einmal der gewohnte Alltag als Musiker, ehe er im September die Bremse zieht.