Letztes Heimspiel von Meister Thun | 11. Mai 2026
Ade Stockhorn Arena: Der frischgebackene Meister spielt neu im Visana Stadion. Mit dem Namenswechsel vertiefen der Berner Allbranchenversicherer und der FC Thun ihre Partnerschaft, die vor zwei Jahren begann. Als Erstes gastieren die Berner Young Boys am Donnerstag im Visana Stadion. Prominente Beispiele für namensgebende Sponsoren gibt es in den grössten Stadien Europas.

So wird die Spielstätte des FC Thun wohl in Zukunft aussehen.Visualisierung: Visana
Ab sofort trägt die Heimstätte des Schweizer Meisters FC Thun einen neuen Namen: Visana Stadion. Der Berner Allbranchenversicherer und der Berner Oberländer Traditionsklub vertiefen damit ihre seit zwei Jahren bestehende Partnerschaft.
«Namensrechte an Stadien stehen für mehr als Werbefläche – sie sind Ausdruck einer strategischen Verbundenheit zwischen Marke und Klub. Für Visana passt das: Als Allbranchenversicherer mit starker regionaler Verwurzelung im Kanton Bern ist die Partnerschaft mit dem FC Thun eine ideale Plattform, um die gemeinsamen Werte erlebbar zu machen – regional verankert, national ambitioniert», so Joško Pekas, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Visana.
Ein Klub «en vogue» – und Visana mittendrin
Wer die Nachrichten verfolgt, weiss: Der FC Thun ist derzeit fussballmässig «en vogue». Schweizer Meister, schweizweit in den Medien präsent – und Visana seit über zwei Jahren auf den Trikots als Hauptsponsor dabei. Dass der Schweizerische Fussballverband Thun zudem als Standort für den geplanten überregionalen Fussball-Campus priorisiert, unterstreiche die Strahlkraft des Standorts – und die Weitsicht der Partnerschaft.

Der Exploit des FC Thun sorgte weit über die Landesgrenzen hinaus für Schlagzeilen – so auch bei der grössten Zeitung der Welt, der New York Times.Foto: Max Saladin
Eine Partnerschaft mit Substanz
Die Partnerschaft ist auf Langfristigkeit ausgelegt. Den Grundstein legte die Generalversammlung der Genossenschaft Arena Thun (GNAT), die der Übertragung der Mehrheit der Genossenschaftsanteil der Stockhorn Arena an Visana einstimmig zustimmte (die Plattform J berichtete). Visana übernahm die Mehrheit der Genossenschaftsanteile der Arena zu einem Preis von einer Million Franken und integrierte sie ins Immobilienportfolio der Gruppe, welche heute über 130 Liegenschaften und rund 1300 Mietwohnungen schweizweit umfasst. Bis 2036 leistet Visana zudem jährlich 300’000 Franken an die Jugend- und Frauenförderung des FC Thun; der Klub nutzt das Stadion mietzinsfrei.
«Die Übernahme erfolgte ausschliesslich über das Immobilienportfolio der Gruppe – als Anlage-Investition aus dem Zusatzversicherungsgeschäft. Auf die Prämien von Versicherten hat das Stadion also keinen Einfluss», betont Pekas.
Stadion-Sponsoring in Europa
Dass Unternehmen grossen Arenen ihren Namen geben, ist international längst etabliert. Blick auf drei legendäre Fussball-Stadien Europas, die jeweils seit 20 und 21 Jahren den Namen des Sponsors tragen:

Vorbild Rot-Weiss: Das Emirates in London – seit der Eröffnung 2006 ist die Fluggesellschaft Namensgeber. Hier erlebte der FC Arsenal vor wenigen Tagen eine seiner grössten Abende in der Vereinsgeschichte. Mit dem 1:0-Heimsieg gegen Atlético Madrid zogen die Nord-Londoner in den Champions-League-Final ein. Wie der FC Thun spielt Arsenal traditionell in Rot-Weiss und steht kurz vor der englischen Meisterschaft.Fotos: Keystone

Vorbild Aufsteiger: Die Veltins-Arena in Gelsenkirchen – die Heimat des Traditionsklubs FC Schalke 04 trägt seit 2005 den Namen der Brauerei Veltins. 2023 stieg der Verein in die 2. Bundesliga ab, vor wenigen Tagen schaffte er den Wiederaufstieg.

Vorbild Versicherung: Die Allianz Arena in München – seit der Eröffnung 2005 trägt die markante Heimstätte des FC Bayern München den Namen des Versicherungsgiganten. Die Partnerschaft hat das Stadion zu einem weltweiten Markenzeichen für beide Seiten gemacht.
Wie die Medien jüngst berichteten, wirft ein politischer Vorstoss Fragen zur Zukunft solcher Partnerschaften auf: Ein von SVP, SP und Grünen getragener Vorstoss des Tessiner Nationalrats Lorenzo Quadri will Krankenkassen das Sponsoring grosser Sportclubs beschränken. Noch hat der Ständerat das letzte Wort – dort könnte der Vorstoss kippen. Selbst bei einer Annahme dürften bis zu einem konkreten Verbot noch mehrere Jahre vergehen.
Der Allbranchenversicherer Visana verweist darauf, dass ein beträchtlicher Teil seiner Wertschöpfung ausserhalb der obligatorischen Krankenpflegeversicherung erzielt werde. Was eine allfällige Gesetzesänderung konkret bedeuten würde, will Visana «im Detail prüfen, sobald der konkrete Gesetzesvorschlag vorliegt». Das Engagement mit dem FC Thun sei zudem stark regional verankert und auf die Förderung von Bewegung und Gesundheit ausgerichtet – unter anderem in der Jugend- und Frauenförderung.

Am Donnerstag spielt der FC Thun zum ersten Mal in der neu benannten Arena. Zu Gast ist der Kantonsrivale aus Bern. Das Spiel gegen die Young Boys startet um 16.30 Uhr.
Allbranchenversicherer mit nationaler Bühne
«Strategisch fügt sich das Engagement nahtlos in die Wachstumslogik von Visana ein: Das Berner Traditionsunternehmen positioniert sich konsequent als Allbranchenversicherer, der über die klassische Krankenversicherung hinausdenkt – und mit dem Visana Stadion auch über die Grenzen der eigenen Stammregion», freut sich Joško Pekas. Der FC Thun ist Schweizer Meister und spielt vielleicht schon bald europäisch.
Visana wäre dann auf einer Bühne präsent, die weit über den Kanton Bern hinausreicht – und das als Partner eines Klubs, der Sport, Jugendförderung und Standortattraktivität unter einem Dach vereint. «Langfristige Weitsicht statt kurzfristiges Strohfeuer – das entspricht der Philosophie, mit der Visana auch sein Versicherungsgeschäft führt», erklärt der Leiter Unternehmenskommunikation abschliessend.