Genf überwacht einen Hantavirus-Kontakt ohne obligatorische Quarantäne.

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Gazeta-Express
14/05/2026 8:27
Im Kanton Genf wird eine Person überwacht, die sich im selben Flugzeug wie ein mit dem Hantavirus infizierter Passagier befand, allerdings in einer Entfernung von mehr als zehn Reihen, was als geringes Risiko angesehen wird.
Die betreffende Person befindet sich in Selbstbeobachtung und arbeitet von zu Hause aus (Telearbeit), während die Gesundheitsbehörden keine obligatorische Isolation angeordnet haben.
Laut Kanton müssen Personen mit geringem Risiko die Behörden während ihrer Reise informieren und ihren Gesundheitszustand melden. Sie werden täglich von Ärzten kontaktiert, und bei Auftreten von Symptomen wird umgehend eine Isolation angeordnet, berichtet albinfo.ch.
„Personen mit geringem Risiko melden sich bei uns, wenn sie reisen, und berichten über ihren Gesundheitszustand. Wir kontaktieren sie täglich, und wenn Symptome auftreten, wird sofort eine Isolation angeordnet“, sagte der Genfer Kantonsarzt Alessandro Cassini.
in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der WHO
Dieses Protokoll entspricht den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die eine Selbstbeobachtung über 42 Tage ohne Einschränkungen der beruflichen oder sozialen Aktivitäten vorsehen.
Während Frankreich sich für strengere Maßnahmen entschieden hat und enge Kontaktpersonen im Krankenhaus isoliert, verfolgt die Schweiz einen flexibleren Ansatz und geht davon aus, dass der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt.
Nach Angaben der Behörden wird vermutet, dass diese Art von Hantavirus durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, was eine enge und längere Exposition für eine Ausbreitung erfordert.
Die WHO betrachtet die Situation derzeit nicht als Epidemierisiko, während die europäischen Länder versuchen, ihre Protokolle zu harmonisieren, wobei jedes Land seine Autonomie bei der Umsetzung der Maßnahmen behält.