Der Regierungsrat des Kantons Baselland vergibt dieses Jahr vier mit 20’000 Franken dotierte Spartenpreise. Ausgezeichnet werden die Musikerinnen Nicole Bernegger und Vera Schnider, den Choreografen und Tänzer Muhammed Kaltuk, sowie den Musiker Alex Hendriksen. Finanziert werden die Kulturpreise aus dem Swisslos-Fonds Baselland. Die jährlich vergebenen Kulturpreise Baselland variieren in den Sparten.

Die Baselbieter Kulturpreise 2026 gehen an Vera Schnider aus Waldenburg, Nicole Bernegger aus Birsfelden, Alex Hendriksen aus Schönenbuch und Muhammed Kaltuk (nicht im Bild).Die Baselbieter Kulturpreise 2026 gehen an Vera Schnider aus Waldenburg, Nicole Bernegger aus Birsfelden, Alex Hendriksen aus Schönenbuch und Muhammed Kaltuk (nicht im Bild).

Bild: zvg/Matthias Willi

Letztes Jahr gingen die Preise an Baschi, Jürg Gohl, Simone Schmid, Marina Galli und die Editorinnen Angelica Baum, Elsbeth Dangel-Pelloquin, Friederike Kretzen.

Inhaltsverzeichnis

•Spartenpreis Musik: Nicole Bernegger aus Birsfelden•Spartenpreis Musik: Alex Hendriksen aus Schönenbuch•Spartenpreis Choreografie/Tanz: Muhammed Kaltuk aus Reinach•Spartenpreis Musik: Vera Schnider aus WaldenburgSpartenpreis Musik: Nicole Bernegger aus Birsfelden

Thilo Larsson

aufwuchs und heute in Birsfelden lebt. Nicole Bernegger begann bereits im Alter von 14 Jahren mit privatem Gesangsunterricht – der Startschuss für ihre musikalische Laufbahn. Während rund zehn Jahren tourte sie mit ihrer damaligen Band «The Basement Brothers feat. the Kitchenettes» im In- und Ausland. Einem breiten Publikum wurde sie durch ihre Teilnahme bei «The Voice of Switzerland» bekannt, 2013 gewann sie die erste Staffel mit eindrücklicher Performance.

In der Folge erhielt sie einen Plattenvertrag bei Universal, ihr Debütalbum «The Voice» wurde mit Gold ausgezeichnet. Ausserdem erhielt sie einen Swiss Music Award und einen Prix Walo. Im Jahr 2018 gründete Nicole Bernegger ihr eigenes Label «Alien Pearl Records» und nahm Kreation und Produktion zusammen mit ihrer Band in die eigenen Hände. Im November 2025 veröffentlichte sie ihr drittes Album «Alchemy». Aktuell ist sie mit diesem auf Tour durch die ganze Schweiz. Daneben wirkt sie immer wieder als Solokünstlerin bei diversen Musik- und TV-Produktionen mit.

Spartenpreis Musik: Alex Hendriksen aus Schönenbuch

René Mosele

Der Spartenpreis Musik des Kantons Basel-Landschaft geht an Alex Hendriksen, der in Schönenbuch aufwuchs und heute in Basel lebt. Alex Hendriksen begann seine musikalische Laufbahn in jungen Jahren mit der Querflöte, bevor er zum Saxofon wechselte und in verschiedenen Bands spielte. 1994 erhielt er ein Stipendium des Berklee College of Music und zog für sein Studium nach Boston (USA).

Nach seinem Abschluss kehrte er in die Schweiz zurück. Er gilt als einer der stilsichersten und groovigsten Tenorsaxofonisten der Schweiz und ist als viel-seitiger Musiker in unterschiedlichsten Genres unterwegs – von Big-Band-Jazz über Pop bis hin zu kammermusikalischen Formationen.

Aktuell spielt er für Patent Ochsner und Pepe Lienhard und ist in diversen Jazzprojekten aktiv, etwa im Duo mit Fabian Gisler oder im Quintett um Raphael Jost. Daneben unterrichtet er in Muttenz und Basel. Im Laufe seiner Karriere hat Alex Hendriksen mit zahlreichen internationalen Künstlerinnen und Künstlern zusammengearbeitet, darunter Udo Jürgens, Dave Grusin und Quincy Jones. Auftritte und Tourneen führten ihn durch ganz Europa und in die USA, wo er bei Jazzfestivals und in Jazzclubs auftrat. Unter eigenem Namen hat Alex Hendriksen bislang sechs CDs veröffentlicht.

Spartenpreis Choreografie/Tanz: Muhammed Kaltuk aus Reinach

Yanik Bürkli

Der Spartenpreis Choreografie/Tanz des Kantons Basel-Landschaft geht an den Choreografen und Tänzer Muhammed Kaltuk, der in Basel geboren ist und heute in Reinach lebt. Muhammed Kaltuk begann seine tänzerische Laufbahn in der Hip-Hop- und Streetdance-Szene, bevor er im Alter von 25 Jahren eine Ausbildung an der Höheren Fachschule für Zeitgenössischen und Urbanen Bühnentanz in Zürich absolvierte.

Seine Arbeiten zeichnen sich aus durch die Verbindung von Hip-Hop, zeitgenössischem Tanz und traditionellen Formen. Oft behandeln sie sozial-kritische, politische und persönliche Themen. Im Jahr 2017 gründete er die Company MEK, die er bis heute leitet. Sie steht für Vielfalt, gesellschaftliche Positionierung und eine markante Bewegungssprache. Mit ihr war Kaltuk an renommierten Häusern wie der Kaserne Basel, der Dampfzentrale Bern, dem Düsseldorf Festival, dem Tanzhaus Zürich, dem Luzerner Theater, dem Theater St. Gallen, Gauthier Dance und dem Ballett Theater Basel zu Gast. Sein Solo «FivE» erhielt 2020 den Preis für die beste Choreografie beim Internationalen Solo Tanzfestival in Stuttgart.

Neben Einladungen zu Gastspielen und Festivals in Europa sind seine Arbeiten auch in Afrika präsent, wo er gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften Wiederaufnahmen seiner Stücke zeigt. Ab der Spielzeit 2026/27 wird Muhammed Kaltuk die Leitung der Tanzsparte am Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen übernehmen.

Spartenpreis Musik: Vera Schnider aus Waldenburg

Daniele Caminiti

Der Spartenpreis Musik des Kantons Basel-Landschaft geht an Vera Schnider, die in Luzern geboren wurde und heute in Waldenburg lebt. Vera Schnider bewegt sich mit der Harfe souverän zwischen Epochen und Klangwelten. Sie verbindet stilistische Vielseitigkeit mit gestalterischer Tiefe. Als Continuo-Spielerin ist sie in renommierten Ensembles und Orchestern der Alte-Musik-Szene gefragt, insbesondere im Repertoire des 17. Jahrhunderts.

Der frühen Pedalharfe widmet sie sich mit besonderer Hingabe: Im Zusammenspiel mit der menschlichen Stimme erkundet sie das Kunstlied vergangener Jahrhunderte und er-schliesst dabei bislang wenig beachtete Quellen. Ihr künstlerischer Radius umfasst auch die Musik der Gegenwart. In enger Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten verschiedenster Herkunft bringt sie neue Werke zur Ausführung und erweitert so kontinuierlich das Ausdrucksspektrum ihres Instruments. Neben einer regen Konzerttätigkeit in ganz Europa unterrichtet Vera Schnider an der Musikschule der Schola Cantorum Basiliensis, ist als Expertin für die Berner Kulturförderung tätig und wirkt als Kuratorin am Musikfestival Bern mit.

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