Heilemann: erstaunlich entspannt. Während vor dem schwarzen Vorhang, der die improvisierte Küche vom Festsaal trennt, Soundchecks stattfinden und Lichttechniker mit Farben experimentieren, müssen hinter der Bühne noch Kabel verlegt werden, um überhaupt Strom für die Küchengeräte zu haben. Und weil es bei einem Menü für 500 Gäste aus Amuse-Bouche, Vor- und Hauptspeise sowie Desserts und Petit Fours vor allem Platz zum Anrichten braucht, werden zusätzlich in den Gängen neben dem Zuschauerraum Dutzende Meter an Tischen aufgebaut, um darauf Schalen und Teller auszubreiten. «Im Palazzo von Harald Wohlfahrt habe ich gelernt, was man bei einem Service für so viele Gäste beachten muss», sagt Stefan Heilemann. Der 44-Jährige Koch in kurzärmliger olivgrünen Kochjacke ist erstaunlich entspannt, während mir die Vorstellung, in einigen Stunden Hunderte Teller anrichten zu müssen, ziemlich furchteinflössend vorkommt. Und Heilemann, so viel kann man verraten, bleibt (fast) den ganzen Abend entspannt, freundlich und zupackend.