Marco Löffel, Zürich

Die Schweiz ist zum Auftakt in die Heim-WM auf den Punkt bereit und schlägt die USA in Zürich mit 3:1. Den Grundstein zum Sieg gegen den Titelverteidiger und OIympiasieger legt die Nati mit einem fulminanten Startfurioso. Bereits am Samstagabend um 20:20 Uhr (live auf SRF zwei) geht es für die Schweiz mit dem zweiten Gruppenspiel gegen Lettland weiter.

Der 1:2-Anschlusstreffer für die USA durch Alex Steeves sorgte plötzlich für fast totale Stille in der ausverkauften Arena in Zürich. Der Stürmer der Boston Bruins hatte in der 49. Minute nach einem Gewühl vor Leonardo Genoni aus einem vermeintlich ungünstigen Winkel mit einem perfekt platzierten Schuss getroffen.

Genoni macht dicht, Jäger lenkt ab

In den Folgeminuten stand die Partie, welche die Schweiz zuvor über weite Strecken kontrolliert hatte, auf der Kippe. Die US-Amerikaner schafften es nun, die Schweizer in deren eigenen Zone über längere Zeit festzunageln. Es brauchte einen einmal mehr unwiderstehlichen Genoni, um die Führung zu halten. Isaac Howard sah seinen Direktschuss in der 52. Minute bereits zum 2:2 im Netz, doch der Natigoalie liess die Scheibe sehenswert in seinem Fanghandschuh verschwinden.

Die Schweiz konnte in dieser Phase nur noch selten für Entlastung sorgen. Fast schon symptomatisch war es in der 57. Minute die Energie-Linie um Simon Knak, Ken Jäger und Damien Riat, die sich für eine bärenstarke Leistung belohnte. Knaks Abschluss lenkte Jäger so ab, dass der Puck zwischen den Schonern von USA-Hüter Joseph Woll zum 3:1 ins Tor kullerte. Es war die Vorentscheidung, die Schweiz liess im Anschluss nichts mehr zu.

Achtung, fertig, los

Die Basis zur erfolgreichen Revanche für den verlorenen WM-Final vor einem Jahr in Stockholm hatte die Schweiz im ersten Drittel gelegt. Das Team von Jan Cadieux kam wie die Feuerwehr aus der Kabine und schien die ganze Energie von den frenetischen Fans auf den Rängen zu absorbieren.

Nach gerade einmal 123 Sekunden brachte Pius Suter die Halle ein erstes Mal so richtig zum Kochen. Der Stürmer der St. Louis Blues stocherte im Slot erfolgreich nach, nachdem Sven Andrighetto zuvor ein Zuspiel von Janis Moser nicht hatte verwerten können. In der 12. Minute machte es Andrighetto aber besser. Der ZSC-Stürmer, erst seit kurzem zurück nach einer Gehirnerschütterung, erwischte Woll mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel. Das 0:2 musste der US-Goalie klar auf seine Kappe nehmen.

In der Folge neutralisierten sich die beiden Mannschaften mehrheitlich, Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Die Schweizer wussten wiederholt auch in der Defensive zu glänzen, etwa Nino Niederreiter mit einem wichtigen Block (16.). Beide Teams durften im gesamten Spiel je einmal im Powerplay agieren, vermochten in Überzahl aber nicht zu reüssieren.

So geht es weiter

Damit hat die Schweiz den perfekten Turnierstart, den sich Mannschaft und Fans so sehr gewünscht hatten. Bereits am Samstag erhält die Nati die Chance, nachzudoppeln. Gegen Lettland, das am Freitag spielfrei hatte, ist die Schweiz klar favorisiert. Ab 20:00 Uhr stimmen wir Sie auf den Match ein, Puck-Drop in Zürich ist erneut um 20:20 Uhr.

Eishockey-WM 2026