In den beiden Basel ist die Fuchsjagd grundsätzlich zulässig. Ein Basta-Vorstoss im Grossen Rat stellt die Notwendigkeit des aktuellen Ausmasses in Frage.

fuchsDer Rotfuchs wurde in den beiden Basel im Jagdjahr 2024 679 Mal abgeschossen. (Symbolbild) – keystone

Das Wichtigste in Kürze

Grossrätin Brigitta Gerber (Basta) thematisiert in einem Vorstoss die Fuchsjagd.

Darin stellt sie die Sinnhaftigkeit des aktuellen Fuchsmanagements in Frage.

Während dem Jagdjahr 2024 wurden in den beiden Basel 679 Rotfüchse abgeschossen.

In den beiden Basel wurden im Jagdjahr 2024 679 Rotfüchse abgeschossen. Wenig überraschend fällt die überwältigende Mehrheit (676) dabei auf den Landkanton.

Schweizweit waren es im besagten Zeitraum fast 20’000 dieser Tiere, die erlegt wurden. Zu dem Thema ist im Grossen Rat nun eine schriftliche Anfrage eingegangen.

Darin fordert Basta-Grossrätin Brigitta Gerber eine Prüfung der «wissenschaftlichen Evidenzlage» zur Fuchsjagd. Dieser sowie des Ausmasses der Jagd sei sich die allgemeine Bevölkerung nicht bewusst. Analog gebe es zu dem Anliegen auch eine Petition an die Baselbieter Regierung.

In ihrem Vorstoss verweist Gerber unter anderem auf den Kanton Genf, der die Milizjagd schon 1974 verbot. Dem Westschweizer Kanton stellt die Basta-Politikerin ein positives Zeugnis aus: «Genf macht ein hervorragendes und erfolgreiches Wildtiermanagement seit über 40 Jahren», sagt sie gegenüber Nau.ch.

gerber bastaBrigitta Gerber politisiert seit Februar 2025 im Grossen Rat. Davor war sie schon zwischen 2002 und 2017 Teil des Kantonsparlaments. – Michael Fritschi

Ziele der Jagd, wie beispielsweise die Seuchenbekämpfung, der Schutz anderer Tierarten sowie die Wildschadenverhütung seien widerlegt, legt der Vorstoss nahe.

Mit Blick auf die Wildschäden schreibt die Grossrätin darin: «Auf Nachfrage meldete Genf zwar Schäden durch den Fuchs, diese werden jedoch nicht als übermässig betrachtet.» Ein signifikanter Anstieg von Fuchsschäden nach Abschaffung der Jagd sei nicht beobachtet worden.

Ebenso gebe es dort keine «Überpopulation» oder übermässigen Krankheitsausbrüche. Gerber folgert: «Es stellt sich die Frage, wie viel Unterstützung die Fuchsjagd, im heutigen Ausmass, in der Bevölkerung finden würde, wenn sich diese der wissenschaftlichen Evidenzlage bewusst wäre.»

Tiere werden auch wegen Krankheit erlegt

Von der Regierung möchte sie wissen, ob es eine wissenschaftliche Notwendigkeit zur Fuchsjagd gibt.

Das zuständige Amt für Wald und Wild beider Basel bezieht auf Anfrage von Nau.ch zu dem Thema noch nicht detailliert Stellung.

Holger Stockhaus, Amtsleiter ad interim, merkt jedoch an, dass ein grosser Teil der Tiere auch aufgrund von Krankheit erlöst werde. Ansonsten könne man dem laufenden politischen Geschäft nicht vorgreifen.