Norwegen dominiert den vierten Tag der Olympischen Spiele weiter. Auch im ersten Biathlon-Wettkampf der Männer kam der Sieger aus Norwegen. Johan-Olav Botn blieb im Einzel über 20 Kilometer in allen vier Schiessen ohne Fehler und siegte vor dem Franzosen Eric Perrot und seinem Landsmann Sturla Holm Laegreid, die beide ein Ziel verfehlten.
Schon vor der Ziellinie dachte der neue Olympiasieger Johan-Olav Botn an seinen toten Freund. Der norwegische Biathlet reckte dann einen Finger in den Himmel und schaute nach oben – als wolle er einen Gruss an Sivert Guttorm Bakken senden. Botn hatte seinen Kumpel einen Tag vor Heiligabend in einem Trainingslager tot in dessen Hotelzimmer gefunden.
«Ich habe auf der letzten Runde kaum an mich selbst gedacht, meine Gedanken und Gefühle für Sivert kamen direkt nach dem letzten Schiessen», sagte Botn im ZDF. «Wir haben im letzten Jahr fast jeden Tag zusammen trainiert, für uns beide war es ein grosser Traum, hier Olympiasieger zu werden. Ich hatte das Gefühl, dass ich die letzte Runde mit ihm gelaufen bin und ich hoffe, er schaut von oben zu und ist stolz auf mich.»
Die Schweizer enttäuschten auf ganzer Linie. Auf viele Fehler am Schiessstand folgten auch schwache Leistungen auf der Loipe. Joscha Burkhalter war als 36. noch der beste der vier gestarteten Schweizer.
AFP