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Das Auftaktspiel unserer Mannschaft gegen Finnland ist am Freitag mit einer unnötigen 1:3-Niederlage gerade vorbei. Die zahlreichen Fans aus Deutschland strömen mit gesenktem Haupt enttäuscht aus der SwissLive Arena von Zürich. Die Stimmung ist gedrückt.
Es herrscht zudem ein ungemütlich, kühles Wetter. Nieselregen. Vor dem VIP-Eingang der Arena erblicke ich plötzlich auf dem Nachhauseweg einen sportlichen, gut gekleideten Herrn im blauen Trenchcoat. Das kurze Haar ist im Laufe der Jahre ergraut. Ich treffe eine wahre Eishockey-Legende – Ralph Krueger (66). Die Begrüßung fällt sehr herzlich aus, wir kennen uns von vielen Turnieren.
Überzahlspiel muss sich verbessern
Als Schweizer Nationaltrainer hat Krueger von 1997 bis 2010 mit den Grundstein für die heutigen Erfolge gelegt. Die Eidgenossen gelten in diesem Jahr bei der Heim-WM als ein großer Favorit auf den Gewinn der Goldmedaille. Der Eishockey-Lehrer, der vor Wochen seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht hat, ist fit und treibt nach eigenen Aussagen sehr viel Sport. Das Eishockey interessiert ihn natürlich noch sehr. Ich frage den ehemaligen Flügelstürmer der Düsseldorfer EG und Ex-Trainer der Edmonton Oilers vor dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Lettland am Sonntag (20.20 Uhr MagentaSport, ProSieben, SportEurope.TV): Wie schätzen Sie das Team von Trainer Harold Kreis ein?
Krüger nach dem kurz davor beendeten Spiel gegen die Finnen (1:3): „Das Überzahlspiel war das Problem. Torwart Grubauer hat überragend gehalten.“ Doch der Eishockey-Lehrer, der die deutsch-kanadische Staatsbürgerschaft und auch einen Schweizer Pass besitzt, schiebt einen. Satz nach und macht damit unserem Team Mut: „Deutschland kommt unter die besten vier Teams der Gruppe ein.“ Das würde das Viertelfinale bedeuten und danach ist alles möglich….
Krueger wird die Spiele der WM in Zürich weiter verfolgen. Und bei unserem nächsten Treffen hoffe ich ihn zu seiner Prognose beglückwünschen zu können. Nur kurz bemerkt der international bekannte Eishockey-Fachmann „Wir sehen uns noch.“ Dann nimmt er sein Ticket entgegen, geht in die Arena und beobachtet das nächste WM-Spiel.
Foto: Sport Europe.TV
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