Wien – Nach der Generalprobe am Nachmittag dürfte das Lampenfieber bei den VertreterInnen der 25 Länder mittlerweile ziemlich hoch sein. Um 21 Uhr beginnt das Finale des 70. Eurovision Song Contests (ESC). Moderiert wird auch die Show noch einmal von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski. Der Siegersong steht gegen 1 Uhr fest.
Favorit ist auch unmittelbar vor dem Finale weiterhin Finnland. Klassikmusikerin Linda Lampenius spielt Geige, der 20 Jahre jüngere Popstar Pete Parkkonen singt dazu vor einem brennenden Beichtstuhl. Ihr Song „Liekinheitin“ führt seit Wochen die Listen bei den Buchmachern an. Würde das Duo tatsächlich gewinnen, wäre es der erste finnische Sieg seit Lordi, die vor genau 20 Jahren mit „Hard Rock Hallelujah“ halb Europa geschockt haben.
Doch seit Donnerstag haben die Finnen eine neue Konkurrentin um die ESC-Krone bekommen: Australiens Popdiva Delta Goodrem hat sich mit ihrer Nummer „Eclipse“ klar auf den zweiten Platz vorgeschoben. Aber auch Griechenland, Israel, Dänemark und – ebenfalls neu – Bulgarien werden hoch gehandelt.
Stabil ist da hingegen das Trio am Ende des 25-köpfigen Kandidatenfeldes. Deutschland liegt hier auf Platz 23, Belgien auf Platz 24. Und Österreichs Vertreter Cosmó wird weiterhin auf dem letzten Platz gesehen, könnte sich also als guter Gastgeber erweisen, der den angereisten Nationen keine Punkte streitig macht. Wobei der ESC auch immer gut für eine Überraschung ist.