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München – Der Film- und Fernsehschauspieler Alexander Held („München Mord“) ist tot. Er sei mit 67 Jahren bereits am vergangenen Dienstag gestorben, teilte der eng mit ihm befreundete TV-Produzent Sven Burgemeister der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach BILD-Informationen soll er an den Folgen einer Lungenentzündung verstorben sein.

Held wurde einem breiten Publikum vor allem durch die ZDF-Krimireihe „München Mord“ bekannt. Darin spielte er seit 2014 den eigenwilligen Hauptkommissar Ludwig Schaller, der gemeinsam mit seinen Kollegen ungewöhnliche Fälle in München löste. Die Rolle zählte zu den bekanntesten Arbeiten des Schauspielers im deutschen Fernsehen. Zuletzt drehte er zwei neue Folgen für „München Mord“, die im Herbst und Winter ausgestrahlt werden.

Alexander Held als Ludwig Schaller beim Fototermin zur „München Mord“-Folge „Die ganze Stadt ein Depp“ am 8. Oktober 2017 in München

Alexander Held als Ludwig Schaller beim Fototermin zur „München Mord“-Folge „Die ganze Stadt ein Depp“ am 8. Oktober 2017 in München

Foto: Getty Images

Helds Karriere begann am Theater

Alexander Held wurde 1958 in München geboren. Nach seiner Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule arbeitete er zunächst am Theater, unter anderem an den Münchner Kammerspielen. Später wurde er auch in Film und Fernsehen regelmäßig besetzt und entwickelte sich zu einem gefragten Charakterdarsteller.

Neben „München Mord“ war Held in zahlreichen bekannten Produktionen zu sehen. Dazu gehörten unter anderem „Der Untergang“, „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, „Napola“, „Der Baader Meinhof Komplex“ und „Der Schuh des Manitu“. Auch in Fernsehkrimis und Serien übernahm er immer wieder prägnante Rollen.

Held erhielt den Bayerischen Fernsehpreis

Für seine Arbeit wurde Alexander Held mehrfach ausgezeichnet. Für seine Rolle in „München Mord“ erhielt er unter anderem den Bayerischen Fernsehpreis. In der Reihe überzeugte er als Kommissar, der nicht dem klassischen Ermittlerbild entsprach, sondern durch Eigenwilligkeit, Beobachtungsgabe und Melancholie auffiel. Zuletzt war Alexander Held erneut in seiner Paraderolle als Hauptkommissar in „München Mord“ zu sehen. Die Folge „Im Zweifel für den Zweifel“ wurde Ende Januar 2026 ausgestrahlt.

Alexander Held erhielt 2014 im Münchner Prinzregententheater den Bayerischen Fernsehpreis als bester Schauspieler in der Kategorie Serien und Reihen

Alexander Held erhielt 2014 im Münchner Prinzregententheater den Bayerischen Fernsehpreis als bester Schauspieler in der Kategorie Serien und Reihen

Foto: Getty Images

Alexander Helds Frau starb mit 51 Jahren

Privat musste Alexander Held einen schweren Verlust verkraften. 2005 heiratete er Patricia Fugger, geborene Gräfin Fugger von Babenhausen. Neun Jahre später starb sie überraschend – mit nur 51 Jahren.

Alexander Held und Patricia Fugger waren neun Jahre verheiratet. 2014 starb die geborene Gräfin Fugger von Babenhausen überraschend

Alexander Held und Patricia Fugger waren neun Jahre verheiratet. 2014 starb die geborene Gräfin Fugger von Babenhausen überraschend. Nach dem Tod seiner großen Liebe fand Held später noch einmal eine Partnerin: Antoinette Gräfin von Schaesberg. Doch auch diese Liebe zerbrach

Foto: BrauerPhotos/Dominik_Beckmann

Wie sehr ihn dieser Verlust prägte, zeigte ein BILD-Interview aus dem Jahr 2018. Damals sagte Held, dass er einmal im Garten neben seiner Frau begraben werden möchte. Held zu BILD: „Ja, das ist ein sehr schöner Platz. Dort hat man eine gute Aussicht. Ich habe es noch nicht verschriftlicht, aber ich werde es tun. Das ist ein Zeichen. Es war ja damals ihr Wunsch, dort bestattet zu werden.“

In Erinnerung bleibt Held als vielseitiger Schauspieler, der sowohl in ernsten historischen Stoffen als auch in Krimis und komödiantischen Formaten präsent war. Über Jahrzehnte gehörte er zu den bekannten Gesichtern des deutschen Films und Fernsehens. Sein Tod bedeutet einen Verlust für die deutsche Schauspielszene.

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