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Pulheim – „Bares für Rares“ ist seit Jahren eine echte Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter (64) führt hier regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal auch fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gibt es wieder jede Menge denkwürdiger Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten.
BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt außerdem, welche weiteren Raritäten am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, versteigert werden.
Das ist das Highlight der heutigen Folge
In der heutigen Ausgabe von „Bares für Rares“ hatte Horst Lichter mit einem besonderen Schmuckstück zu tun: einem außergewöhnlichen Champagnerkühler der Traditionsmarke Piper-Heidsieck. Verkauft wurde er von Romaine aus Dudelange im Großherzogtum Luxemburg, die ursprünglich technische Zeichnerin im Maschinenbau war und heute seit einem Jahr im Ruhestand lebt.
Der Champagnerkühler stammt vom Flohmarkt in Dudelange und ist eine Auftragsarbeit des spanischen Möbeldesigners Jaime Hayon, der 1974 geboren wurde und für seine modernen, humorvollen Entwürfe bekannt ist. Die Arbeit entstand circa 2006 für die Firma Piper-Heidsieck, ein renommiertes Champagnerhaus mit einer langen Tradition seit 1785. Das Design verbindet historische Eleganz mit zeitgenössischer Materialwahl: Ein durchgefärbter Kunststoff wurde genutzt, um ein formschönes, großes Gefäß zu schaffen, das in der praktischen Nutzung von Eis und Flaschen einiges hergibt.

Champagnerkühler der Traditionsmarke Piper-Heidsieck bei „Bares für Rares“
Foto: ZDF
Die Expertenschätzung lag nach Einschätzung des Expertenteams bei 130 bis 180 Euro, wobei der Zustand als stark genutzt, aber insgesamt in Ordnung bewertet wurde. Im Handel zeigte sich schnell ein harter Bieterwettstreit, bei dem die Gebote zügig von 50 Euro auf 360 Euro kletterten und damit den Höchstpreis der Schätzung mehr als verdoppelten. Die Verkäuferin zeigte sich mit dem Ergebnis offenbar sehr zufrieden und freute sich über den unerwartet hohen Erlös.

Foto: BILD
Alle weiteren Raritäten vom 20. Mai 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten von heute und was die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“ dazu ist:
Porzellanbildnis „Erblüht“ von Franz Wagner (K.P.M., Lauscha, ca. 1890 bis Erster Weltkrieg): Der Porzellanscherben mit erotisierendem Damenportrait stammt aus Familienbesitz nahe Köln und wurde von einem der besten Maler dieser Manufaktur signiert. Zustand sehr gut, stilvoll und technisch herausragend. Expertenschätzung: 300 bis 400 EuroArt-déco-Schleifenbrosche (1920er/30er Jahre, Platin, Diamanten 1,1 Karat): Eine geometrisch durchbrochene Brosche mit Altschliffdiamanten wurde von einem älteren Ehepaar aus Korschenbroich eingebracht, ein Nachlass ihrer verstorbenen Schwester. Feine Verarbeitung, aber mit kleinen Alterungsspuren. Expertenschätzung: 900 bis 1.100 EuroFranzösische Kupferdruckplatte mit königlichem Wappen (1750–1785): Diese seltene Druckplatte diente zur Anfertigung von edlen Visitenkarten eines Hofjuweliers in Paris. Gefunden wurde das Stück von einem Zahnarzt aus Köln, der es auf einem Ostermarkt in Potsdam entdeckte. Expertenschätzung: 300 bis 500 EuroSpace-Age-Treppenhausleuchte im Stil von Hans-Agne Jakobsson (1970er bis 1980er Jahre): In moderner Chromoptik mit zehn Leuchtflammen kam eine Lampe von einer IT-Trainerin aus Ingolstadt, die sie von ihrem Großvater aus München geerbt hat. Die Leuchte ist funktionsfähig, aber ohne Herstellerangabe. Expertenschätzung: 200 bis 280 Euro
Ob und für wie viel Geld die Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.