In der Berliner Schaubühne ist am Donnerstagabend die Aufführung von Shakespeares „Richard III“ vorzeitig beendet worden. Das berichtet die „Berliner Zeitung“. Schauspieler Lars Eidinger sei während einer Kampfszene ein Degen aus der Hand gerutscht. Die Waffe habe eine Zuschauerin in der ersten Reihe am Kopf getroffen.

Der Zwischenfall ereignete sich in der Berliner Schaubühne.Bild vergrößernDer Zwischenfall ereignete sich in der Berliner Schaubühne. (Foto: IMAGO / Joko)Schauspieler geht sofort zu verletzter Frau

Zu dem Vorfall sei es kurz vor Ende der Vorstellung gekommen. Eidinger habe sich sofort entschuldigt und nach der verletzten Frau gesehen. Er habe den Zuschauerraum beleuchten lassen und gefragt, ob ein Arzt anwesend sei. Eine Ärztin habe sich umgehend gemeldet, die Zuschauerin aus dem Saal begleitet und die Erstversorgung übernommen.

Eidinger habe sich sichtlich betroffen gezeigt und die Vorstellung abgebrochen. Die Besucher hätten den Saal ruhig und geordnet verlassen. Angaben zum Gesundheitszustand der Frau gebe es bislang nicht.

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Sicherheitskonzept soll auf den Prüfstand

Die Inszenierung von Thomas Ostermeier gilt seit Jahren als ausverkauft. Sie enthält körperbetonte Szenen, die Nähe zwischen Bühne und erster Reihe ist gering. Nach dem Vorfall werde eine Überprüfung des Sicherheitskonzepts nahegelegt, um Risiken für das Publikum zu minimieren. Zu den weiteren Vorstellungen liegen bislang keine Informationen vor.