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Offenbar hat Stellantis vor, die Einstiegshürde für Elektroautos weiter abzusenken. Heute verkündete der Multimarkenkonzern mit Abarth, Alfa Romeo, Chrysler, Citroën, Dodge, DS, Fiat, Jeep, Lancia, Maserati, Opel, Peugeot, Ram, Vauxhall an, ab 2028 ein „kleines, erschwingliches“ Elektroauto in seinem italienischen Werk Pomigliano d‘Arco zu produzieren. Hier wurde unter anderem der inzwischen legendäre Kleinwagen Fiat Panda hergestellt, der seit 1980 eine beispiellose Karriere gemacht hat. Unter dem E-Car dürfte man sich also wohl einen Nachfolger (preislich) unterhalb des aktuellen elektrischen Fiat Grande Panda vorstellen. Demnach eher ein Auto ohne „Grande“.
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Leistbarkeit im Vordergrund
Das „E“ im Arbeitstitel für das Projekt „E-Car“ soll laut Stellantis’ Pressemitteilung außer für „elektrisch“ auch für „europäisch, emotional, elektrisch und eco-friendly“ stehen. Der Konzern hat laut seiner Ankündigung die Unterstützung der Europäischen Kommission, europäische Arbeitsplätze in den Bereichen Konstruktion und Produktion in Europa zu fördern.
Stellantis beschreibt das E-Car als „kleines, innovatives, erschwingliches und vollelektrisches Fahrzeug, das ganz in der europäischen Tradition entwickelt wird, allen Menschen individuelle Mobilität anzubieten“. Ganz bewusst bezieht sich der Konzern auf das Problem, dass es praktisch keine erschwinglichen Kleinwagen mehr gebe. Der Konzernlenker Antonio Filosa sagt: „Unsere Kunden wünschen sich eine Renaissance kleiner, stilvoller Fahrzeuge, die mit Stolz in Europa produziert werden und die zudem erschwinglich und umweltfreundlich sind.“
Neues Marktsegment
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Stellantis will damit wohl nicht nur ein neues Marktsegment besetzen, bevor andere das tun; der Konzern reagiert damit offenbar auch auf das Problem seiner E-Auto-Palette, die gerade etwas unglücklich zeitgemäße Preise mit nicht mehr ganz zeitgemäßer Technik verbindet. Um die für eine europäische Produktion nötigen Marge zu erzielen, könnte Stellantis bei der Technik auf eine technische Basis seines chinesischen Partners Leapmotor zurückgreifen. Das Start-up hat mit dem Leapmotor T03 bereits ein kleines E-Auto im Programm. Dazu hat Stellantis aber noch nichts verlauten lassen, ebensowenig wie zu der Frage, unter welcher Marke das Auto laufen soll. Möglicherweise aber verrät Filosa bei der Bekanntgabe der künftigen Unternehmensausrichtung am 21. Mai weitere Details zum Projekt „E-Car“.
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(fpi)
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