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Erst Aufstieg, dann direkter Durchmarsch zur Meisterschaft. Unions neuer Trainer Mauro Lustrinelli (50) hat in der Schweiz mit dem FC Thun Bewundenswertes geschafft. Ohne große Pause kam er am Donnerstag in Köpenick an – am Sonntag hatte er in der Schweiz sein letztes Spiel. Denn: Lustrinelli ist keiner, der sich auf seinen Erfolgen ausruht.

Bei seiner Vorstellung machte er sofort klar: Er fordert nicht nur von der Mannschaft viel, sondern auch von sich selbst. Lustrinelli erklärt: „Für mich ist es wichtig, ich selbst zu sein und meinen Weg zu finden. Und von den Besten zu lernen – ich werde noch viel lernen müssen. Ich werde konstant selbst schauen, was machen die besten Trainer der Welt, und versuchen, etwas dazuzulernen.“

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Dennoch schürt der Schweizer unterbewusste Erwartungen im Umfeld der Eisernen. Erinnerungen an Urs Fischer (61), der Union aus der 2. Liga bis nach Europa geführt hat, werden wach. In Thun war Lustrinelli sogar mal ein halbes Jahr Fischers Co-Trainer. Aber: Lustrinelli verspürt keinen höheren Druck. Er erklärt: „Den Druck kann man sich nur selbst machen. Für mich ist es wichtiger, diese Reise zu genießen und das als Challenge zu sehen. Ich will helfen, damit der ganze Klub, die Mannschaft und die Spieler besser werden.“

Schritt für Schritt zum Erfolg

Besser machen heißt auch: Union eine neue Spielweise beizubringen. Im achten Bundesliga-Jahr wollen sie offensiver werden, sich nicht mehr nur auf Standards verlassen. Dafür ist Lustrinelli der Richtige.

Dass Erfolge Zeit brauchen, hat der Schweizer in seiner eigenen Spielerkarriere erlebt: „Ich bin mit 23 erst Profi geworden – sehr spät. Es gibt Leute, die nehmen den Lift, um nach ganz oben zu kommen. Und ich nehme quasi die Treppe. Aber dadurch habe ich vielleicht umso mehr spannende Sachen gesehen.“ Die nächste Treppenstufe hat er jetzt mit dem Wechsel zu einem Bundesligisten erklommen.

Nächster Schritt auch für den Nachwuchs

Unions Ziel mit Lustrinelli künftig: Die jungen Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum voranzubringen. Passend dazu verlängerten die Eisernen am Freitag den Vertrag von Leon Prosche (19) auch über die U19 hinaus.