Valeska Grisebach
Deutsche Regisseurin gewinnt in Cannes
Aktualisiert am 23.05.2026 – 22:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Valeska Grisebach: Die Regisseurin wurde in Cannes ausgezeichnet. (Quelle: Sarah Meyssonnier)
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Die 79. Filmfestspiele enden mit der Preisverleihung. Eine Ehrung erhält die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach für ihren Film «Das geträumte Abenteuer».
Großer Erfolg für Deutschland bei den Filmfestspielen in Cannes: Regisseurin Valeska Grisebach ist für ihr Drama «Das geträumte Abenteuer» mit dem Preis der Jury ausgezeichnet worden, wie diese am Samstagabend bekannt gab.
Der Film erzählt die Geschichte einer Archäologin, die in einer bulgarischen Grenzstadt an einer Ausgrabungsstätte arbeitet. Als sie einem alten Bekannten helfen will, gerät sie zunehmend in ein Umfeld aus Kriminalität. Die Hauptrolle spielt Yana Radeva, die ebenfalls vor Ort war.
«Europa steht für mich für die Zusammenarbeit zwischen den Ländern», sagte die Regisseurin in ihrer Dankesrede. Sie feierte mit «Das geträumte Abenteuer» ihr Debüt im Cannes-Wettbewerb. Ihr Vorgängerfilm «Western» lief 2017 bei den Filmfestspielen in der Reihe «Un Certain Regard».
Mit der Verleihung endeten die 79. Filmfestspiele. Unter den 22 Filmen im Wettbewerb waren insgesamt drei deutschsprachige. «Vaterland» über den Schriftsteller Thomas Mann mit Sandra Hüller als dessen Tochter erhielt den Preis für das beste Drehbuch. Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film erzählt die Rückkehr von Mann und seiner Tochter Erika 1949 aus den USA nach Deutschland. Auch «Gentle Monster» der Österreicherin Marie Kreutzer mit Jella Haase ging ins Rennen. Das Drama handelt von einer Frau, deren Leben aus den Fugen gerät, als sie ein dunkles Geheimnis ihres Mannes entdeckt.
Auf dem roten Teppich hatten sich auch in diesem Jahr zahlreiche Stars gezeigt, unter ihnen Catherine Deneuve, Adam Driver, Demi Moore, John Travolta und Kristen Stewart. Barbra Streisand, die zum Abschluss mit einer Ehrenpalme ausgezeichnet wurde, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht anreisen.
Goldene Palme für «Fjord»
Mit seinem Film «Fjord» hat der rumänische Regisseur Cristian Mungiu die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes gewonnen. Für Mungui ist es bereits die zweite Goldene Palme. 2007 hatte sein Film «4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage» die Auszeichnung erhalten. Dem Regisseur gelingt mit «Fjord» ein moralisch vielschichtiges Drama über Familie, Erziehung und kulturelle Konflikte.
Sebastian Stan und Renate Reinsve spielen ein streng religiöses rumänisch-norwegisches Ehepaar, das mit seinen fünf Kindern in ein abgelegenes norwegisches Dorf zieht. Als bei ihrer Tochter Verletzungen festgestellt werden, geraten die Eltern unter Verdacht, ihr Kind körperlich misshandelt zu haben. «Fjord» erzählt den Konflikt zwischen dem Ehepaar und den norwegischen Behörden bewusst ohne einfache Antworten.


