Das kann nur Fernsehen Die größten TV-Momente aller ZeitenFoto: RTL

Gegen die erdrückende Dominanz des DFB-Pokalfinals in der ARD, das mit über 50 Prozent Marktanteil den Samstagabend komplett austrocknete, war für die restliche deutsche TV-Konkurrenz kaum ein Kraut gewachsen. Angesichts dieser programmlichen Übermacht verzichteten die privaten Sender fast durchgehend auf teure Erstausstrahlungen und schickten stattdessen kostengünstige Archivware, Spielfilm-Klassiker oder Best-of-Formate ins Rennen.

Gegen die Fußballdominanz am Samstag war im TV fast kein Kraut gewachsen. Allein im Ersten kam der Pokal auf über 50 Prozent Marktanteil. Die privaten Sender setzten daher nur kostengünstige Produktionen dagegen. Gut abgeschnitten hat RTL: 7,7 Prozent sicherte sich abendfüllende Produktion über „die größten TV-Momente aller Zeiten“. Auch Sat.1 zog sich mit „Alles steht Kopf“ gut aus der Affäre. Der Film kam ab Viertel nach Acht auf ordentliche sechs Prozent. Somit landete Sat.1 etwa weit vor Vox, wo „James Bond 007 – Octopussy“ mit 3,2 Prozent schwach auf der Brust war. Insgesamt kam der Agenten-Thriller auf 0,57 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, der Familienfilm auf 0,45 Millionen.

Das zeigt: Bei 007 war es insbesondere ein älteres Publikum, das einschaltete, während der Sat.1-Film als auf Familien ausgerichtetes Angebot im Schnitt jüngere Menschen ansprach. Von „Wilsberg“ zeigte das ZDF einen Film aus dem Jahr 2021, der deutlich niedrigere Werte einfuhr als ZDF-Samstagskrimis sonst. 2,46 Millionen Menschen sahen den 90-Minüter, damit kam der Sender vom Lerchenberg auf 12,9 Prozent. Insbesondere bei 14-49 fiel das Ergebnis aber schmal aus. Hier floppte die Ausstrahlung mit nur 1,7 Prozent.

„Wilsberg“ im ZDF verpasst? So laufen die Kult-Krimis kostenlos im Stream

Wer abseits des aktuellen Samstags-Flops lieber die echten, brandneuen Fälle des Münsteraner Antiquars Georg Wilsberg sehen möchte, findet im Netz rund um die Uhr die passenden Anlaufstellen:

Das ZDF Streamingportal: Neue Episoden der Reihe werden traditionell einige Zeit vor der linearen TV-Ausstrahlung kostenlos im Stream zur Verfügung gestellt.

Das Archiv auf Abruf: Im ZDF-Portal stehen permanent zahlreiche ältere Fälle sowie exklusive Hintergrundberichte zum Cast rund um Leonard Lansink und Oliver Korittke zum Abruf bereit. Da die Krimi-Reihe zu den Streaming-Lieblingen der Öffentlich-Rechtlichen gehört, generieren die Abrufe im Netz verlässlich diejenigen Reichweiten, die linear am Samstagabend durch den Fußball verloren gingen.

SWR-Schlagerhit überrascht

Zurück zu den Samstagsquoten: Ein kleiner Hit gelang derweil dem SWR, wo der „Schlagerspaß mit Andy Borg“ im Schnitt 990.000 Personen ab drei Jahren begeisterte. Mit der Musikshow kam das Dritte Programm auf wirklich schöne 5,2 Prozent.  

Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.15; 23.05.2026; Marktstandard: Bewegtbild; Auswertungstyp TV; produktbezogen

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