Auf der LyssBefahrbar aber trotzdem gesperrt: Baustellenfrust bei Basler Velofahrern

Die Basta-Grossrätin Brigitta Gerber fragt sich, wieso eine Strasse für Velos gesperrt bleibt, obwohl die Bauarbeiten nur auf einer Seite stattfinden.
Auf der Lyss wird derzeit gebaut. Velofahrerinnen und Velofahrer müssen Umwege in Kauf nehmen.
Bild: Kenneth Nars
Über Baustellen ärgern sich in Basel derzeit viele: Gewerbler, Gastronominnen, Spaziergänger und Autofahrerinnen. Das Unverständnis von Velofahrerinnen und Velofahrern über die Handhabung von Bauarbeiten in Basel trägt nun Brigitta Gerber, Basta-Grossrätin, an die Regierung heran. Als Beispiel nennt sie die Arbeiten, die derzeit auf der Lyss stattfinden.
Seit Anfang Mai werden dort Leitungen saniert. Beim Abschnitt zwischen Leonhardsgraben und Schützengraben wurden Schilder mit der Aufschrift «Generell verboten» montiert: Weder Busse, Autos noch Velos dürfen durchfahren, für Letztere ist auch die Unterführung nicht mehr befahrbar. «Damit wurde eine der Haupt-Veloverkehrsachsen von Basel-West und dem Leimental zur Stadtmitte und ins Kleinbasel geschlossen», schreibt Gerber in ihrer Interpellation.
Fussgänger immer berücksichtigt
Für Velofahrerinnen und Velofahrer seien die angegebenen Umfahrungsrouten sehr weitläufig, über den Cityring zu fahren, sei hingegen gefährlich. Besonders stört sich Gerber aber daran, dass die Strasse noch gut für Velos befahrbar sei. So werde der Abschnitt teilweise nur halbseitig umgegraben. Über das verlängerte Pfingstwochende sei die erste Hälfte der Strasse sogar komplett frei gewesen, schreibt sie.
Die Umfahrungen von Baustellen würden in Basel sehr unterschiedlich gehandhabt, bemerkt Gerber und fragt die Regierung unter anderem nach einem allgemeinen Baustellenmanual. Die Velofahrerinnen und Velofahrer sieht sie im Nachteil: «Einzig Fussgängerinnen und Fussgänger scheinen bei Baustellenquerungen immer berücksichtigt zu werden.»
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