«Wehre mich dagegen, dass man das verherrlicht»
Iris Berben hadert mit dem Älterwerden
27.05.2026 – 13:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Iris Berben: Die Schauspielerin dachte, sie würde mit dem Altern souveräner umgehen. (Quelle: IMAGO/JACOVIDES-MOREAU / BESTIMAGE)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1x
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Schauspielerin Iris Berben ist 75 Jahre alt. Das steigende Alter macht ihr zunehmend zu schaffen. Doch sie sieht auch Positives.
Seit Jahrzehnten gehört Iris Berben zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Films. Am Rande der Filmfestspiele in Cannes hat sie nun mit dem Magazin «Bunte» über das Älterwerden gesprochen und sagte: «Ich finde es überhaupt nicht schön. Und ich wehre mich auch dagegen, dass man das verherrlicht. Ich empfinde es eher als schwer. Es macht manchmal auch wehmütig.»
Biologisch wisse sie, wo sie stehe. «Ich dachte, ich wäre souveräner. Manchmal bin ich es, aber oft bin ich es auch nicht. Man merkt, es wird langsamer, es wird mühsamer, man holt öfter tief Luft. Ich lerne, damit umzugehen, aber ich gehöre ganz bestimmt nicht zu denen, die darüber jubeln», so Berben. Dann fügte sie lachend an: «Aber ich jubel darüber, dass es mich noch gibt.»
«Ich habe ihr sehr wehgetan»: Das ist der berühmte Ex-Freund von Iris Berben
Ihr sei bewusst, wie wichtig es ist, im Alter seine Kraft zu erhalten. Sie wolle wach und neugierig bleiben. «Auch mit Veränderungen eher neugierig umzugehen und nicht ängstlich. Das ist optimal, und das ist der beste Motor – für mich zumindest.»
«Schönheit verändert sich doch nur»
Altwerden habe für sie wenig mit der Optik und dem Verlust von Schönheit zu tun. «Da sagt man, Schönheit verändert sich doch nur. Diese Botschaft finde ich wichtig», sagte Berben. Außerdem sei ihr die Freundschaft zu sich selbst wichtig: «Ich mag mich vor allem dann, wenn ich gut mit mir befreundet bin. Wenn ich mir bewusst mache, wie privilegiert ich leben und arbeiten kann.» Negative Schwingungen hingegen vermeide sie, denn «das legt sich sofort auf mich und mein Äußeres», so Berben.
Auch um die «unrealistischen Selbstdarstellungen» auf Social Media macht sie einen Bogen. «Diese Reduktion auf Äußerlichkeiten und die Kommentare aus der Anonymität heraus – ich möchte mich dem nicht aussetzen», erklärte Iris Berben diese Entscheidung.
