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Hamburg – Heidi Klum (52) hat, wovon viele träumen. Erfolg als Model und Unternehmerin, vier bezaubernde Kinder, Glück in der Liebe. Doch dass auch ihr Leben nicht nur einfach ist, verriet sie jetzt dem ZEITmagazin. Offen spricht sie über die Kehrseite ihres Ruhms, den auch ihre Kinder zu spüren bekamen. Sie verrät, warum ihre Kids jahrelang unter strengem Schutz aufwachsen mussten – und warum ausgerechnet Donald Trump für sie ein „lustiger Typ“ war, bevor sie ihn als Präsident kritisch sah.

Heidi Klums Kinder lebten eine Kindheit im Scheinwerferlicht – mit allen Privilegien und Schattenseiten. Heidi im ZEITmagazin: „Meine Kinder haben viel in die Wiege gelegt bekommen, aber dafür können sie ja nichts.“

Ganz normaler Familien-Alltag? Nicht ganz! In Klums (damals 35) Ehe zu dem britischen Sänger Seal (63, damals 45) habe es aufgrund ihrer „interracial marriage“ immer wieder Anfeindungen von außen gegeben, verriet Klum jetzt. Hier besuchte das Paar 2006 mit den Kids Henry (l.) und Leni die US-Open in New York

Ganz normaler Familienalltag? Nicht ganz! In Heidi Klums (damals 35) Ehe mit dem britischen Sänger Seal (63, damals 45) habe es aufgrund ihrer „interracial marriage“ immer wieder Anfeindungen von außen gegeben. Hier besuchte das Paar 2006 mit den Kids Henry (l.) und Leni die US-Open in New York

Foto: REUTERS

Denn hinter der schillernden Fassade verbarg sich ein Alltag, der auch Ängste mit sich brachte. „Sie hatten auch ein paar Einschränkungen, weil sie sich nicht so frei bewegen konnten wie vielleicht ihre Freunde“, sagt Heidi ehrlich. Dabei habe auch die Herkunft ihrer Kinder eine Rolle gespielt. Wegen ihrer Ehe mit dem Sänger Seal (63) sei die Familie in der Vergangenheit massiv angefeindet worden. Klum verrät: „Aufgrund unserer interracial marriage kamen viele Hassbriefe und Drohungen, die ich sehr ernst genommen habe. Deswegen hatten wir auch 24/7 Security für alle Kinder.“

Heidi Klum (damals 37) und der britische Sänger Seal (63, damals 47) waren rund neun Jahre ein Paar. Sie heirateten 2005 und ließen sich 2012 scheiden. Aus der ehe gingen die Kinder Henry (20), Johan (19) und Lou (16) hervor. Hier ist das Paar 2010 auf einer Emmy-Party in L.A.

Heidi Klum (damals 37) und der britische Sänger Seal (63, damals 47) waren rund neun Jahre ein Paar. Sie heirateten 2005 und ließen sich 2012 scheiden. Aus der Ehe gingen die Kinder Henry (20), Johan (19) und Lou (16) hervor. Tochter Leni (22) brachte Klum mit in die Ehe. Hier ist das Paar 2010 auf einer Emmy-Party in L.A.

Foto: Getty Images

Klum: „Black Lives Matter ist eine Riesensache bei uns“

Themen wie Rassismus und Black Lives Matter seien bei den Klums zu Hause intensiv besprochen worden. Nach dem Tod von George Floyd (†46), der im Mai 2020 in Minnesota von einem weißen Polizeibeamten getötet worden war, habe die Familie viel gesprochen: „Black Lives Matter war und ist eine Riesensache, auch bei uns zu Hause“, so Heidi Klum. Ihre Kinder hätten sich intensiv mit ihrer Herkunft beschäftigt und sogar Kurse besucht. „Ich finde das wichtig und unterstütze das, gerade weil ich ihnen das nicht selbst mitgeben kann.“

Mehr zum ThemaHeidi Klum über Trump: „Er war einfach nur Donald“

Auch zu einem anderen Thema war das Model in Plauderlaune. Im Gespräch mit dem ZEITmagazin sprach sie offen über US-Präsident Donald Trump (79). Klum erinnert sich an eine Zeit, in der der heutige Präsident in der New Yorker Society einfach nur „Donald“ war.

Heidi: „Kennengelernt haben wir uns am Set von dem Film Studio 54, danach sind wir uns immer mal wieder auf Events begegnet – und da mein damaliger Mann (Hairstylist Ric Pipino (58, Anm. d. Red.) Melania die Haare gemacht hat, sogar bei der Hochzeit in Mar-a-Lago. Er war einfach Donald, ein lustiger Typ. Jeder kannte ihn in New York.“

Heidi Klum (35) mit Donald Trump (79, damals 62) und Ehefrau Melania (56, damals 38) im Juni 2008 bei der Vorstellung des damals in Dubai geplanten Trump Hotel & Tower in Dubai

Heidi Klum (35) mit Donald Trump (79, damals 62) und Ehefrau Melania (56, damals 38) im Juni 2008 bei der Vorstellung des damals in Dubai geplanten Trump Hotel & Tower in Dubai

Foto: ddp

Heidi Klum legte sich schon mit Trump an

Dass Trump 2017 Präsident wurde, sieht Heidi auch kritisch und kritisiert, dass Trump nicht aus der Politik komme. Sie zieht einen Vergleich zu Altkanzlerin Angela Merkel (71): „In Europa und Deutschland dagegen sind Leute in der Politik, die das gelernt haben.“ Und erklärt, typisch Heidi: „Das ist wie bei einem Arzt, der ja auch ein langes Studium machen muss, bevor er dir den Kopf aufschneidet und in deinem Gehirn rumbastelt.“

Ihr Fazit zum US-Präsidenten: „Ich finde es schon wichtig bei so einem Job, in dem man über so viele Menschen entscheidet, das auch gelernt zu haben. Das sollte eigentlich überall so sein.“

Kannten sich einst aus der New Yorker Society – Heidi Klum und der Mann, den sie nur „Donald“ nannte

Kannten sich einst aus der New Yorker Society – Heidi Klum und Donald Trump vor seiner Zeit als US-Präsident

Foto: imago/ZUMA Globe

Und auch Trump hatte sich in der Vergangenheit schon an unserer Heidi abgearbeitet. 2015 hatte er ihr Äußeres bewertet, damals behauptet Klum sei „keine 10 von 10 mehr“. Heidi konterte damals auf ihre ganz eigene Art.

Sie erklärt: „Ich habe sofort darauf reagiert, mit einem lustigen Post. In der Mittagspause bei einem Job hatte ich es gehört, ich habe dann jemanden gebeten, den Kopf von Trump in Originalgröße auszudrucken. Den habe ich ausgeschnitten und gesagt: Jetzt bin ich eine 9,99.“ Heidi lässt sich eben nichts gefallen – auch nicht von einem Donald Trump.