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Lineares Fernsehen:
2,01 Millionen Zuschauende reichten dem fünf Jahre alten ARD-Thriller “Zero” also, um den ersten Platz des Prime-Time-Rankings vom Mittwoch zu ergattern. Der Marktanteil von 11,0 Prozent ist ebenfalls ein etwas blasses Ergebnis, das lineare TV-Publikum verteilte sich also sehr auf viele unterschiedliche Sender. Vor 20.15 Uhr war das noch nicht so extrem der Fall, die ZDF-Serie “SOKO Wismar” erreichte ab 18.05 Uhr grandiose 23,1 Prozent und die 20-Uhr-«Tagesschau» im Ersten 23,2 Prozent.
Um 20.15 Uhr kam ZDFneo und nicht das ZDF dem Ersten am nächsten: 1,56 Millionen entschieden sich dort für die “Wilsberg”-Wiederholung “Mundtot”, die damit sehr starke 8,5 Prozent erreichte. Das ZDF begrüßte mit der “Küchenschlacht XXL” um 20.15 Uhr hingegen nur 1,40 Millionen Leute, der Marktanteil von 7,7 Prozent ist eine große Enttäuschung für den Sender. Direkt danach verbesserte sich das “heute journal” auf 2,42 Millionen und klar bessere 13,4 Prozent.
Über die Mio.-Marke schafften es in der Prime Time auch noch RTL und Sat.1: 1,30 Millionen (mittelmäßige 7,3 Prozent) sahen bei RTL “Was verdient Deutschland? Das große Gehaltsranking”, 1,01 Millionen (gute 6,0 Prozent) “Das große Backen – Die Profis”. Ähnliche Zahlen gab es auch für das Finale der UEFA Conference League beim RTL-Ableger Nitro: 0,96 und 1,02 Millionen sahen die beiden Halbzeiten zwischen Crystal Palace und Rayo Vallecano – tolle Marktanteile von 5,1 und 6,6 Prozent. Für “JOko & Klaas gegen ProSieben” entschieden sich hingegen nur 0,57 Millionen (3,4 Prozent).
Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann “Joko & Klaas gegen ProSieben” die Prime Time, 0,37 der 0,57 Millionen Zuschauenden kamen aus dieser Altersgruppe und sorgten für einen Marktanteil von 12,7 Prozent. Nicht sensationell, aber durchaus gut. Knapp über dem Sender-Normalniveau landete RTL mit “Was verdient Deutschland? Das große Gehaltsranking”, 0,30 Millionen 14- bis 49-Jährige entsprachen 10,0 Prozent.
Zufrieden kann auch Sat.1 sein – mit 0,26 Millionen und 8,8 Prozent für “Das große Backen – Die Profis”. Gesamtpublikums-Prime-Time-Sieger “Zero” folgt mit 0,26 Millionen und 8,2 Prozent knapp dahinter. Starke Zahlen erzielte auch im jungen Publikum Nitro mit dem Finale der UEFA Conference League: 0,22 und 0,20 Millionen junge Fans bescherten dem kleinen Sender ab 21 Uhr hervorragende Marktanteile von 6,5 und 7,2 Prozent.
Vox folgt im Prime-Time-Ranking mit 0,18 Millionen und allenfalls mittelmäßigen 5,7 Prozent für “Feuer, Wasser, Erde, Luft – Retter in ihrem Element”, RTL Zwei kam mit den beiden Folgen “Kampf der Realitystars» auf 0,16 Millionen und 5,5 bzw. 5,0 Prozent, das ZDF mit der “Küchenschlacht XXL” nur auf 0,14 Millionen und 4,4 Prozent, Kabel Eins mit dem mittlerweile 32 Jahre alten Film “Stargate” auf 0,12 Millionen und 3,9 Prozent.
Netflix:
Sehr wenig tat sich in den täglichen deutschen Netflix-Charts, Neu- oder Wiedereinsteiger gibt es keine, größere Aufsteiger auch nicht. Bei den Filmen gibt es aber immerhin eine neue Nummer 1, denn die für Netflix produzierte Komödie “Ladies First” übernahm die Spitze vom Animationsfilm “G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge”. Auf Platz 3 blieb der New Entry vom Vortag, der US-Polizei-Horrorfilm “Body Cam” mit Mary J. Blige, eine Produktion von 2020.
Bei den Serien blieb die Top 5 komplett gleich, es führt also weiterhin “The Boroughs”, die neue Mystery-Serie der Duffer-Brüder («Stranger Things»), vor dem neuen “Haus des Geldes”-Ableger “Berlin und die Dame mit dem Hermelin” und der Krimiserie “Nemesis”.
Prime Video:
Einen hohen Neuzugang gibt es im Gegensatz zu den Netflix-Charts in denen von Amazons Streamingdienst Prime Video: Die neue Serie “Spider-Noir”, die in einer parallelen “Spiderman”-Realität spielt, stieg hier von 0 auf 3 in die deutschen Top Ten ein. Alle acht Folgen sind am Mittwoch online gegangen – und das in einer Farb- und einer Schwarzweiß-Version. Vor “Spider-Noir» blieben lediglich die Romantik-Dramaserie “Off Campus” und der Comedy-Megahit “LOL”. Als Wiedereinsteiger auf Platz 6 zurück im Ranking ist die Reality-Spielshow “Mission Unknown”.
Disney+:
An die Spitze des Serien-Rankings der deutschen Charts von Disney+ kehrte nochmal die “Handmaid’s Tale”-Fortsetzung “The Testaments – Die Zeuginnen” zurück, sie kletterte von 2 auf 1. Der Grund: Am Mittwoch ging das Staffel-Finale online. Die neue “Scrubs”-Serie fiel dadurch von 1 auf 2 zurück, auf 3 blieb die “Star Wars”-Animationsserie “Maul – Shadow Lord” und von 0 auf 4 ging es als Wiedereinsteiger für “9-1-1 Nashville”.
Im Film-Ranking tat sich deutlich weniger, auf 10 gibt es hier mit der Romantik-Komödie “Plötzliuch Prinzessin” aber auch einen Wiedereinsteiger. Die Top 3 besteht wie am Vortag aus dem 51-Minuten-Special “One Last Kill” zur Marvel-Figur “The Punisher”, der vier Minuten langen Vorschau “Ein besonderer Einblick” zum neuen “Star Wars”-Film “The Mandalorian and Grogu” und Sam Raimis Survival-Horror-Comedy-Mix “Send Help”.
In der “Derzeit beliebt”-Liste, die das Sehverhalten bei Disney+ noch genauer zeigt, sprang “The Testaments – Die Zeuginnen” dank des Staffel-Finals von 15 auf 2. “9-1-1 Nashville” verbesserte sich dank neuer Folge zudem von 26 auf 8. Auf 1 blieb der Krankenhaus-Dauerbrenner “Grey’s Anatomy”, von 2 bis 4 auf 3 bis 5 ging es für den Comedy-Klassiker “Modern Family”, die Kinderserie “Bluey” und die Animationsserie “Family Guy”.
YouTube:
Das Relegations-Rückspiel zur 2. Liga, das live Sat.1 starke Quoten bescherte, ist nun auch noch die Nummer 1 der meistgesehenen deutschsprachigen YouTube-Videoa vom Mittwoch. Der ZDF-Kanal “sportstudio fußball” erzielte mit den Highlights zwischen Greuther Fürth und RW Essen etwas mehr als 390.000 Views. Dahinter folgen “JP Performance” mit “1156PS im Porsche Cayenne Turbo Electric!” und der DFB mit der Ankunft der Nationalspieler im WM-Vorbereitungscamp.
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Zu den Quellen unserer Daten-Analysen: Die TV-Quoten stammen von der AGF Videoforschung. Die täglichen Netflix-, Prime-Video- und Disney+-Charts entnehmen wir den offiziellen Angeboten der Streamingdienste. Hier ist anzumerken, dass nichts über die Methodik bekannt ist, die die Streamer für die Ermittlung ihrer Charts verwenden. Konkrete Zuschauerzahlen werden hier zudem nicht angegeben. Die Charts der meistgesehenen deutschsprachigen YouTube-Videos ermittelt MEEDIA-Chefredakteur Jens Schröder gemeinsam mit der Agentur Active Value.
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