Im Atelierhaus E71 hat Ora Avital ein Atelier von etwa zehn Quadratmetern. „Für kleine Arbeiten reicht das so gerade eben“, sagt sie. Doch die räumliche Beschränkung ist nur eine Seite der multidisziplinär und leidenschaftlich arbeitenden c/o-Künstlerin. In ihrem eigenen Zuhause hat sie für sich die Grenzen zwischen Wohnen und Kunstschaffen längst aufgehoben – noch einmal radikaler nach dem Auszug der erwachsenen Tochter. Im Haus allgegenwärtig erzählen Bilder und Objekte von mitunter gegensätzlich anmutenden Werkphasen und oft überraschenden Verknüpfungen. „Das ist meine Attitüde“, sagt die Mönchengladbacherin und meint die untrennbare Verbindung von Wohnen und Kunst sowie den Verzicht auf eine künstlerisch einheitliche Linie. „Ich weiß nicht warum. Doch ich versuche, Grenzen und Sichtweisen immer wieder zu verändern“, sagt Avital.