Starbesetzungen, der „King of Pop“ oder sprechende Schafe: Die Bandbreite der Kinofilme im Juni ist groß. Im Forum Wasserturm in Lank-Latum sind in diesem Monat gleich fünf Filme zu sehen, die jeweils dienstags um 17 und 20 Uhr laufen. Ein Ticket kostet acht Euro (Überlänge neun Euro), Kinder bis einschließlich elf Jahren zahlen sechs Euro. Karten gibt es nur an der Abendkasse. Auf diese Filme können sich die Meerbuscher im Juni freuen:

Den Auftakt macht das Historiendrama „Rose“ am 2. Juni. Nach den Wirrungen des Dreißigjährigen Krieges kommt Mitte des 17. Jahrhunderts ein Soldat in ein abgelegenes Dorf und behauptet, Erbe eines Gutshofes zu sein. Nach anfänglicher Skepsis erfährt er das Zutrauen mancher Dorfbewohner, baut sich dort langsam ein Leben auf. Das Problem: Der Soldat lebt unter falscher Identität. Nicht nur der Name und die Herkunft sind erdacht, auch das Geschlecht ist eine Täuschung. Dahinter steckt Rose (Sandra Hüller), die versucht, sich ein Leben in einer patriarchalen Welt aufzubauen. Hüller gewann für ihre Darstellung in diesem Schwarz-Weiß-Drama den Silbernen Bären bei der Berlinale. (FSK 12/94 Minuten)

Weiter geht es mit dem französischen Krimi „Paris Murder Mystery“ mit Oscar-Preisträgerin Jodie Foster in der Hauptrolle der Psychotherapeutin Lilian Steiner. Diese hat sich einen Namen als versierte und professionell distanzierte Therapeutin gemacht, gerät aber nach dem Suizid einer ihrer Patientinnen aus der Bahn. Lilian hat Zweifel an dieser Erzählung und ist überzeugt, dass es hier keine einfache Erklärung für diesen Todesfall gibt.

Gemeinsam mit ihrem Ex-Mann begibt sie sich auf eigene Faust auf Spurensuche. Dabei findet sie nicht nur Hinweise über den Tod ihrer Patientin – sondern auch wichtige Erkenntnisse über sich selbst. Wie das zusammenpasst, sehen die Meerbuscher Zuschauer am 9. Juni. (FSK 12/107 Minuten)

Der „King of Pop“ ist zurück auf der großen Leinwand. Der Musikfilm „Michael“ erzählt die frühen Jahre des Michael Jackson, etwa von den Anfängen als „Jackson Five“ bis zum legendären „Bad“-Album Ende der 1980er-Jahre. In der Hauptrolle ist Jaafar Jackson, Michael Jacksons Neffe, überzeugend. „Vor allem dank Jaafar Jackson sind gerade die Musiksequenzen unbedingt sehenswert“, sagt Kritiker Christoph Petersen vom Portal „Filmstarts“.

Das Biopic, das in Meerbusch am 16. Juni zu sehen ist, liefere zwar spektakuläre Bilder und einen originalgetreuen Sound. Inhaltlich bleibe der Film aber eher oberflächlich und setze sich wenig mit kritischen Aspekten von Jacksons Karriere auseinander, etwa Drogenproblemen oder Vorwürfen des Kindesmissbrauchs. (FSK 6/128 Minuten)

Der Teufel trägt Prada 2

Ebenfalls zurück auf der großen Leinwand: Miranda Priestley (Meryl Streep), die in „Der Teufel trägt Prada“ vor 20 Jahren den Prototyp einer teuflischen Modemagazin-Chefin erschaffen hat. Damals hat sie ihre Assistentinnen Andrea „Andy“ Sachs (Anne Hathaway) und Emily Charlton (Emily Blunt) drangsaliert. 20 Jahre später stehen Andy und Emily in „Der Teufel trägt Prada 2“ wesentlich besser da. Beide haben eine erfolgreiche Karriere. Einzig Miranda steckt mit ihrem Modemagazin in der Krise.

Als sich die Wege der drei wieder kreuzen, mischen sie erneut den New Yorker Modezirkus auf. Dabei darf auch Art Director Nigel (Stanley Tucci) nicht fehlen. Das Ergebnis dieser Kultfortsetzung ist in Meerbusch am 23. Juni zu sehen. (FSK 0/119 Minuten)

Glennkill: Ein Schafskrimi

Zum Abschluss des Juni-Kinos wird es noch einmal tierisch: Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers „Glennkill: Ein Schafskrimi“ entführt das Publikum auf eine irische Schafswiese. Schäfer George Hardy (Hugh Jackman) liest seiner Schafsherde regelmäßig Krimis vor, die die Tiere nicht nur verstehen, sondern auch untereinander diskutieren – und selbst Detektivexperten werden. Dieses Wissen brauchen sie, als George plötzlich mit einer Schaufel im Rücken tot auf der Wiese gefunden wird.

Der Dorfpolizist ist heillos überfordert, sodass die Schafe bald beschließen: Hier müssen sie mithelfen, um Georges Mörder zu finden. Nur leider scheint die Verbrechensbekämpfung im echten Leben komplizierter als in den Krimis. Ob die Herde den Fall lösen kann, sieht das Publikum in Meerbusch am 30. Juni. (FSK 6/110 Minuten)