Schnell verschwand die Geschichte des 100-jährigen Hauses. (Bild: zvg)

Kurz vor den Wohnraum-Abstimmungen sorgt eine Leerkündigung im Tribschen für Ärger bei den ehemaligen Bewohnerinnen. Denn: Der städtische FDP-Präsident steckt dahinter.

Konstantin Kreibich

Am Ende der Kellerstrasse im Tribschenquartier reisst ein Bagger in nur wenigen Tagen ein, was für viele Menschen ein Zuhause war. Preisgünstige Wohnungen, drei Zimmer für unter 1500 Franken Miete, verschwinden innert Stunden.

Ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner der Kellerstrasse 46 und 48 sind traurig über den Verlust ihrer Wohnungen. Sie haben im Juni 2025 die Kündigung per 31. März 2026 erhalten. Neun Monate Zeit, um das eigene Leben neu zu sortieren.

Bisher schwiegen sie. Doch rund um den Abstimmungskampf zu den zwei Wohnraum-Vorlagen am 14. Juni flatterte ein Flyer der Gegnerinnen in ihre Briefkästen. Einer von ihnen: Moritz Falck, Präsident der FDP Stadt Luzern. Sie schluckten: Dieser Mann hatte sie gekündigt.

Journalist, Politikwissenschaftler und Steinbildhauer. Bei zentralplus vom Praktikanten, zum Volontär bis zum Ressortchef alles durchlaufen. Heute Co-Redaktionsleiter mit einem Hang zu guten Texten.