In Genf beginnt die Partie mit einem Paukenschlag: Kaum angepfiffen, gehen die Espen in Führung: Christian Witzig trifft nach Vorarbeit von Hugo Vandermersch zur frühen 1:0-Führung.

Die Freude währt jedoch nur kurz.

Die Genfer reagieren postwendend und gleichen nach einem Freistoss aus. Captain Steve Rouiller erzielt per Kopf das 1:1.

Was in den Startminuten nach einem offenen Schlagabtausch aussieht, verliert in der Folge deutlich an Intensität. Die verbleibenden 89 Minuten inklusive der vier Minuten Nachspielzeit in der zweiten Halbzeit bieten nur wenig Unterhaltung für Fussballgourmets.

Zwar gelingen beiden Mannschaften vereinzelt direkt gespielte Passkombinationen, doch zwingende Torchancen aus dem Spiel heraus bleiben Mangelware.

Gefährlich wird es am ehesten bei Standardsituationen.

Doch auch dort fehlt meist die letzte Präzision, oftmals spielt der Zufall eine entscheidende Rolle.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass beide Teams zwar bemüht sind, jedoch nicht die nötige Durchschlagskraft entwickeln.

Beim FCSG ist deutlich spürbar, dass das siebte Spiel innert 20 Tagen Spuren hinterlassen hat. Die Mannschaft wirkt phasenweise müde, läuft auf dem Zahnfleisch.

Mit der Einwechslung von Joel Ruiz, Antonio Verinac und Malamine Efekele kommt zwar frischer Schwung ins Spiel, doch auch sie vermögen der Partie nicht die entscheidende Wendung zu geben.

Da auch die Genfer vor eigenem Publikum über weite Strecken harmlos bleiben, fallen keine weiteren Tore.

Selbst eine zusätzliche Stunde Spielzeit hätte am Resultat wohl nichts mehr geändert. 

So bleibt es beim 1:1 – eine Punkteteilung, die in einer insgesamt ereignisarmen Partie als gerecht bezeichnet werden darf.