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Während Streamingdienste den Markt dominieren und DVDs sowie Blu-rays vielerorts als Auslaufmodell gelten, sorgt ein ungewöhnliches Filmprojekt für Aufsehen. Der Science-Fiction-Film „This is How the World Ends“ soll zunächst auf VHS-Kassette veröffentlicht werden – einem Medium, das viele längst für ausgestorben hielten.

Wie das Branchenmagazin „Variety“ berichtet, lief der letzte Videorekorder bereits 2016 vom Band. Viele Geräte dürften inzwischen auf Dachböden verschwunden, defekt oder schlicht vergessen sein. Dennoch existiert offenbar noch eine überraschend aktive Fangemeinde.

Genau für diese Zielgruppe bringt der südafrikanische Filmemacher Robert dos Santos sein neues Werk zunächst nur auf VHS heraus. Nach Angaben des Regisseurs handelt es sich um die erste direkte Veröffentlichung auf diesem Format seit rund zwei Jahrzehnten.

Endzeit-Abenteuer im Kampf gegen Maschinen

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein junger Mann, der seine Schwester auf einer exzessiven Party in der Wüste sucht. Gleichzeitig tobt ein Krieg zwischen Menschen und von Künstlicher Intelligenz gesteuerten Maschinenstaaten. Die Menschheit steht dabei kurz vor einer vernichtenden Niederlage.

Früher galt eine direkte Veröffentlichung fürs Heimkino oft als Makel. Produktionen ohne Kinoeinsatz wurden häufig als billige B-Ware abgestempelt. Genau dieses Image möchte dos Santos nun auf den Kopf stellen.

Der Begriff „direkt auf VHS“ solle heute für einen bewusst produzierten Film stehen, der mit klarer kreativer Absicht für sein Publikum entstanden sei.

Mehr Erfolg als erwartet

Obwohl nur wenige Menschen noch einen funktionierenden VHS-Rekorder besitzen dürften, gingen bereits mehr als 1000 Vorbestellungen ein. Damit wurde selbst das Produktionsteam überrascht.

Eigentlich sollte das Projekt kein großes Geschäft werden. Inzwischen gibt es jedoch einen US-Vertrieb. Darüber hinaus bestehen Chancen auf eine spätere Kinoauswertung. Laut dos Santos interessieren sich sogar Sales-Agenten für den Film, weil sie erkennen, dass sich rund um das Projekt eine treue Fangemeinde entwickelt.

Ein Mittelfinger an KI

Für den Regisseur ist die VHS-Idee weit mehr als ein Marketingtrick. Er bezeichnet sie als bewussten Gegenentwurf und als „Mittelfinger“ zur KI-Debatte.

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„Das ist ein Film von Menschen für Menschen“, sagt dos Santos. Sein Werk sei etwas, das Zuschauer besitzen, anfassen und sammeln könnten. Schlagzeilen über das angebliche Ende Hollywoods oder den Tod des Filmemachens hätten ihn motiviert, ein Zeichen zu setzen.

Ob und wann der Film auch in deutscher Fassung erscheint, ist bislang offen. Auf der offiziellen Website kann die VHS-Ausgabe bereits vorbestellt werden. Dort gibt es auch zusätzliche DVD- und Blu-ray-Versionen, die allerdings derzeit ausverkauft sind.