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Köln (Nordrhein-Westfalen) – Paukenschlag hinter den Kulissen von „Let’s Dance“, Deutschlands erfolgreichster Tanzshow! Seit 2006 schweben Promis bei RTL über das Parkett, kämpfen um Punkte und um den Titel. Jetzt steht fest: Für die Macher endet eine Ära. Wie BILD erfuhr, wechselt die Lizenz des Formats 2028 zurück zur BBC nach England.

Hintergrund: Das internationale Originalformat heißt „Strictly Come Dancing“. Die Rechte daran liegen bei der BBC, weltweit vertrieben wird das Konzept von BBC Studios. In Deutschland wird „Let’s Dance“ seit der ersten Sendung 2006 in Lizenz produziert von Seapoint Productions. In Zukunft produziert die BBC Germany die deutsche Ausgabe selbst.

BBC produziert ab 2028

In der TV-Branche sorgt die Entscheidung für Aufsehen. Bemerkenswertes Detail: König Charles (77) gilt als begeisterter Zuschauer von „Strictly Come Dancing“. Damit landet die Show, die deutsche Zuschauer als „Let’s Dance“ kennen, gewissermaßen wieder in der Heimat des britischen Originals.

Für Seapoint bedeutet der Schritt das Ende eines langen und erfolgreichen Kapitels. Die Produktionsfirma prägte die deutsche Version der Tanzshow über viele Jahre entscheidend mit.

BILD-Vize Tanja May (53, 3.v.l.) mit der „Let‘s Dance“-Jury Jorge González (58), Motsi Mabuse (45) und Joachim Llambi (61, v.l.). Für die Juroren wird sich nichts ändern

BILD-Vize Tanja May (53, 3.v.l.) mit der „Let’s Dance“-Jury Jorge González (58), Motsi Mabuse (45) und Joachim Llambi (61, v.l.). Für die Juroren wird sich nichts ändern

Foto: Fredrik von Erichsen/BILD

Seapoint-Chefin spricht von Stolz und Dankbarkeit

Seapoint-Geschäftsführerin Nina Klink (48) blickt trotz des Abschieds mit großer Zufriedenheit auf die gemeinsame Zeit zurück. Zu BILD sagt sie: „Wenn man ein internationales Lizenzformat produziert, gehört es zum Geschäft, dass diese Lizenz zurückgeführt werden kann, sobald ein eigener Produzent vor Ort etabliert ist.“ Und: „Umso mehr erfüllt es uns mit Dankbarkeit und großem Stolz, dass wir ‚Let’s Dance‘ trotzdem über so viele Jahre produziert haben.“

Die Moderatoren Victoria Swarovski (32) und Daniel Hartwich (47) haben wie die Jurymitglieder direkte Verträge mit RTL

Die Moderatoren Victoria Swarovski (32) und Daniel Hartwich (47) haben wie die Jurymitglieder direkte Verträge mit RTL

Foto: picture alliance/dpa

König Charles (77) ist ein großer Fan der britischen Ur-Version von „Let’s Dance“

König Charles (77) ist ein großer Fan der britischen Ur-Version von „Let’s Dance“

Foto: Imageplotter/Avalon

20 Jahre „Let’s Dance“ stehen bevor

Ganz ohne Wehmut geht der Abschied dennoch nicht über die Bühne. Klink spricht davon, den „Staffelstab“ mit großem Stolz zu übergeben. Gleichzeitig wolle sich Seapoint künftig neuen Ideen, Formaten und Projekten widmen. Zunächst richtet sich der Blick aber auf das große Jubiläum: Im kommenden Jahr feiert „Let’s Dance“ sein 20-jähriges Bestehen.

Für die Zuschauer gibt es trotz des Lizenzwechsels eine wichtige Entwarnung: An der Besetzung der Jury ändert sich nach aktuellem Stand nichts, denn die Juroren Joachim Llambi (61), Motsi Mabuse (45) und Jorge González (58) haben ebenso direkte Verträge mit RTL wie die Moderatoren Victoria Swarovski (32) und Daniel Hartwich (47).