Wer nach großartigen Abenteuerfilmen sucht, wird dieser Tage unter anderem bei Netflix fündig. Dort versteckt sich aktuell nämlich die Indiana Jones-Reihe im Streaming-Abo, die zu den besten Vertretern des Genres überhaupt gehört. Besonders ans Herz legen wollen wir euch den dritten Teil Indiana Jones und der letzte Kreuzzug.
Wenn ihr noch nicht wisst, was ihr am Sonntagabend bei Netflix streamen sollt, könnt ihr mit dem ursprüngliche Finale der Abenteuerreihe im Grunde nichts falsch machen. Denn Regisseur Steven Spielberg hat die Grals-Geschichte in einen perfekten Blockbuster verwandelt, den man einfach immer wieder schauen kann.
Indiana Jones 3 bei Netflix: Beste Unterhaltung von Blockbuster-Genie Steven Spielberg
Bereits der Prolog von Indiana Jones und der letzte Kreuzzug ist ein kleiner Abenteuerfilm für sich: Im Jahr 1912 lernen wir den jungen Indy (River Phoenix) kennen, der das Kreuz von Coronado vor geldgierigen Schatzsuchern retten will und dabei eine der wichtigsten Lektionen seines Lebens lernen muss: Vertraue niemandem.
Das gilt auch im Jahr 1938, wenn sich der erwachsene Archäologe (Harrison Ford) auf die Suche nach dem Heiligen Gral begibt. Dieses Mal geht es darum, den Gegenstand vor den Nazis in die Hände zu bekommen. Ein Gegenstand, der so mächtig ist, dass viele Augen auf ihn schielen, etwa die von Dr. Elsa Schneider (Alison Doody).
Die Augen, mit denen Indy am wenigsten gerechnet hat, sind die seines strengen und gleichzeitig etwas verplanten Vaters (Sean Connery), den er aus den Fängen der Nazis befreien muss, bevor er ihnen zu viel erzählt. Fortan folgen wir Jr. und Sr. auf einer Reise rund um den Globus mit einigen unerwarteten Abwegen.
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Die Vater-Sohn-Geschichte erweist sich als die größte Stärke von Indiana Jones und der letzte Kreuzzug. Nachdem Spielberg bereits in den zwei vorherigen Filmen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, dass er es versteht, extrem unterhaltsame Abenteuer-Set-Pieces umzusetzen, lehnt er sich dieses Mal ganz in die Emotionen.
Harrison Ford und Sean Connery sind eine unglaublich brillante Kombination, besonders wenn sie sich vor der Kamera zanken. Ein weiterer Quell des Humors für die sowieso äußerst kurzweilige Reihe, die im dritten Teil mit hohem Tempo fortgesetzt wird, ehe sich Spielberg ganz bewusst die Zeit nimmt, um den Film atmen zu lassen.
Es ist das vermutlich größte Kunststück von Indiana Jones und der letzte Kreuzzug: Nach zahlreichen coolen Onelinern und flotten Actionszenen findet Spielberg am Ende etwas dermaßen Aufrichtiges und Verletzliches in dieser rasanten Abenteuerwelt, dass die Fallhöhe für die Figuren plötzlich eine ganz andere wird.
Viele Blockbuster kommen nicht an den Punkt, an dem sie ihren überlebensgroßen Helden mit solcher Ehrlichkeit begegnen können. Gerade nach dem Spektakel, das Spielberg zuvor zelebriert, ist es verblüffend, mit was für einem andächtigen und dennoch aufregenden Tonfall er Indys Reise in diesem Film zu Ende führt.