Immer wieder kam es in den letzten Jahren zu Verspätungen bei den IC-Verbindungen der Deutschen Bahn (DB) zwischen Stuttgart, Schaffhausen und Zürich. Schaffhauser Politikerinnen und Politiker schätzen den Zustand für die Pendlerinnen und Pendler als so schlimm ein, dass sie einen Brief an die SBB schrieben. Sie forderten Massnahmen, um die Pünktlichkeit zu verbessern und einen tatsächlichen Halbstundentakt zu gewährleisten.

Beim Fahrplanwechsel im Dezember 2025 haben die SBB deshalb ein neues Konzept umgesetzt. So verkehrt seitdem jeder zweite Zug von Stuttgart nur bis Singen, von dort fährt planmässig ein Zug nach Zürich. Zudem verkehrt ab Schaffhausen ein Ersatzzug der SBB, wenn die durchgehenden Züge aus Stuttgart zu stark verspätet sind.

20 Prozent pünktlicher

Diese Massnahmen zeigen nun Wirkung, wie die SBB und die DB in einer gemeinsamen Medienmitteilung melden: Die durchschnittliche Pünktlichkeit der DB-Züge hat sich seit dem Fahrplanwechsel um rund 20 Prozentpunkte auf über 80 Prozent gesteigert. Das bedeutet, dass die IC-Züge in über 80 Prozent der Fälle mit weniger als drei Minuten Verspätung in Zürich eingetroffen sind.

Auch der Ersatzzug ab Schaffhausen hat sich bewährt: Seit seiner Einführung am 14. Dezember kam er in bisher 71 Tagen rund 100 Mal zum Einsatz. 

Da dank der getroffenen Massnahmen die Pünktlichkeit gesteigert werden konnte, haben SBB und DB gemeinsam entschieden, dieses Konzept bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 weiterzuführen.