Es war ein symbolischer Start für ein neues Kapitel im Gossauer Veloverkehr: Angeführt von Stadtpräsident Wolfgang Giella und Stadtrat Florin Scherrer machten sich rund 40 Schülerinnen der Maitlisek und Vertreter der Stadt auf den Weg bis zur Andwilerstrasse und wieder zurück. Die rund 1,6 Kilometer lange Strecke ist die erste Velostrasse der Stadt.

Vor der Fahrt stellte Stadtrat Florin Scherrer das Projekt vor. Auf der neuen Velostrasse haben Velofahrende durchgehend Vortritt. Auffällige grüne Markierungen an Kreuzungen und Knotenpunkten machen das Vortrittsregime zusätzlich sichtbar. Die Farbgebung orientiere sich an den Vorgaben des Kantons, erklärte Florin Scherrer. Der Bund kenne kein einheitliches Farbkonzept, zudem seien nicht alle Farben im Strassenraum zulässig.

Die neue Verbindung zwischen der Bischofszeller- und der Andwilerstrasse soll den Veloverkehr in Gossau stärken. Ziel sei es, mehr Menschen zum Umstieg auf das Velo oder den öffentlichen Verkehr zu bewegen und so den Autoverkehr zu entlasten.

Zur Infrastruktur gehören auch eine bestehende Velozählstelle, die neu mit einer Anzeige ausgestattet wurde und gemäss Florin Scherrer die erste ihrer Art im Kanton St.Gallen ist, sowie eine öffentliche Velopumpe beim Pflegezentrum Schwalbe. Die Umsetzung des Projekts kostete rund 240’000 Franken und wurde als Agglomerationsprojekt von Bund und Kanton mitfinanziert.

Verkehrsplanerin Bettina Anderau-Latzer zeigte sich an der Eröffnung erfreut darüber, dass die Massnahme nun umgesetzt werden konnte. Bereits seien positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung eingegangen.

Auch Markus Christen von Vita Tertia begrüsste die Neuerung. Die Velostrasse sei generationenverbindend und bedeute eine Aufwertung der Haldenstrasse. Nach der gemeinsamen Eröffnungsfahrt lud Vita Tertia die Teilnehmenden zu einem Znüni mit Getränken und Gipfeli ein.