Der TV Möhlin nützte gegen Genf eine von drei Auszeiten um die Taktik zu besprechen.
Bild: Christine Steck
Darum geht esDer TV Möhlin verlor am Sonntagabend gegen Chênois Genève mit 32:36.Topscorer Sadok Ben Romdhane fehlte krankheitsbedingt – Linus Fässler rückte in die Startformation.Es ist die zweite Niederlage innert einer Woche für die Fricktaler.
Die Mannschaft von Zoltan Majeri musste ohne ihren Topscorer Sadok Ben Romdhane nach Genf reisen. Er musste krankheitsbedingt eine Pause einlegen. So begann mit Linus Fässler ein weiterer Linkshänder auf der halbrechten Position. Und er übernahm sogleich viel Verantwortung und kämpfte fortan Seite an Seite mit der Mannschaft.
Diese zeigte von Beginn weg eine mutige und starke Körpersprache, packte in der Abwehr zu und zeigte auch offensiv eine beachtliche Leistung. Nach der Möhliner Zwei-Tore-Führung in der 16. Spielminute folgte ein nächster intensiver Schlagabtausch. Jan Waldmeier traf in Minute 20 zum 11:10, danach musste Lucas Grandi auf die Bank, aber Robin Santeler hielt den Siebenmeter gegen Joël Purro.
Linus Fässler erhöhte im Gegenzug auf 12:10. Mit einem 3:0-Lauf stellte Genf den Kontakt wieder her und ging wenig später in Führung. Nach Treffern von Fässler, Mitch Giezeman am Kreis und Lucas Grandi aus dem Rückraum stand es zur Pause 15:15.
Grosser Kampf in der zweiten Halbzeit bleibt unbelohnt
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase in Umgang zwei entwickelte sich ein enges Spiel. Kein Team konnte sich zunächst absetzen. Erst als Mitch Giezeman in der 36. Minute auf 20:19 stellte, nahm der Genfer Trainer Patrick Cazal die Auszeit – er wollte mehr Zählbares sehen.
Seine Massnahme zahlte sich kurzfristig aus, aber spätestens mit Fabian Ceppis beherztem Wurf zum 22:22 war alles wieder offen. Hinzu kam, dass Genfs Kreisläufer Mehdi Kerboua danach eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte und obendrauf wegen eines verbalen Ausrutschers die nächste Strafe erhielt.
Möhlins Fässler netzte ins verwaiste Tor ein, Jan Waldmeier überzeugte ein weiteres Mal von aussen. Auf der Gegnerseite machte vor allem Drenit Tahirukaj auf sich aufmerksam, er nahm sich Mal um Mal Distanzwürfe und platzierte diese sehenswert im Möhliner Tor. Seine Bilanz: 12 Tore aus 13 Versuchen.
Grosse Fortschritte innert einer Woche
Noch einmal stellte Möhlin auf plus zwei, danach musste Mitch Giezeman pausieren und Genf glich wenig später in der 51. Minute. Nach Zoltan Majeris Auszeit kassierte Giezeman eine umstrittene erneute Zeitstrafe plus einen Siebenmeter gegen Möhlin. Und das ausgerechnet in einer engen Spielphase. Lucas Grandi verkürzte drei Minuten vor Schluss noch einmal mit einem Kraftwurf auf 30:32. In der Folge liess aber Genf nichts mehr anbrennen, brachte wurfstarke Spieler und machte den Sack zu.
Damit musste Möhlin sich schliesslich mit 32:36 geschlagen geben. Für den TV Möhlin ist es die zweite Niederlage in einer Woche. Bereits am Mittwochabend musste sich das Team auswärts gegen Baden-Endingen geschlagen geben. Dies, nachdem die Fricktaler in den letzten zehn Spielminuten komplett den Faden verloren hatten.
Das Spiel gegen Genf war eine Steigerung und eine gute Energieleistung des schmalen Möhliner Kaders, das lange für wichtige Impulse gesorgt hatte und erst gegen Ende des Spiels das Heimteam ziehen lassen musste. Am kommenden Samstag empfängt der TV Möhlin den TV Birsfelden, Derbystimmung ist also garantiert.