Die Schweizer Nati feiert an der WM 2026 im zweiten Spiel den ersten Sieg. Nun kommt’s zum Gruppen-Final gegen Kanada. Und dann?
Die Schweizer Nati ist auf Kurs in Richtung Sechzehntelfinal. – keystone
Das Wichtigste in Kürze
Am Mittwoch spielt die Schweiz gegen Kanada um den Sieg in der WM-Gruppe B.
Als Gruppensieger ist der Weg in der K.o.-Phase weniger absehbar.
Einen grossen Vorteil erarbeitet man sich gegenüber dem zweiten Platz nicht.
4:1! Die Schweizer Nati reagiert an der WM 2026 auf den enttäuschenden Auftakt und steht so gut wie sicher im Sechzehntelfinal.
Vor dem abschliessenden Gruppenspiel gegen Kanada am Mittwoch (21 Uhr) belegt die Schweiz in der Gruppe B Platz zwei. Der WM-Gastgeber steht ebenfalls bei vier Punkten, hat aber ein um drei Tore besseres Torverhältnis. Grund ist die 6:0-Gala gegen Katar.
Heisst: Für den Gruppensieg muss die Nati gegen Kanada gewinnen.
Schweiz oder Kanada – wer holt sich an der WM 2026 den Gruppensieg? – keystone
Ein Blick auf den Turnierbaum zeigt aber: Als Gruppenzweiter könnte der Weg in den Achtel- oder gar Viertelfinal einfacher sein.
Als Gruppensieger würde die Nati im Sechzehntelfinal gegen ein drittplatziertes Team aus den Gruppen E/F/G/I/J spielen. Hier die genannten Gruppen zur Übersicht:
Wagt man eine Prognose, kommen wohl folgende Gegner in Frage:
Gruppe E: Elfenbeinküste oder Ecuador
Gruppe F: Schweden oder Japan
Gruppe G: Neuseeland oder Iran
Gruppe I: Norwegen oder Senegal
Gruppe J: Österreich oder Algerien
Setzt sich die Nati in diesem Sechzehntelfinal durch, wartet im Achtelfinal dann wohl Portugal oder Copa-América-Finalist Kolumbien.
Gewinnt die Nati ihre Gruppe und den Sechzehntelfinal, ist ein Achtelfinal-Duell mit Portugal oder Kolumbien gut möglich. – keystone
Eine dieser beiden Nationen dürfte sich in der Gruppe K nämlich den Gruppensieg schnappen. Im Sechzehntelfinal wären sie gegen einen Drittplatzierten der Gruppen D/E/I/J/L zu favorisieren.
Etwas übersichtlicher gestaltet sich der Weg der Nati, wenn sie die Gruppe als Zweite beendet. Im Sechzehntelfinal käme es zum Duell mit dem Zweiten der Gruppe A.
Da Mexiko bereits als Gruppensieger feststeht, wäre der Nati-Gegner entweder Südkorea, Tschechien oder Südafrika.
Der Sieger dieses Sechzehntelfinals trifft im Achtelfinal dann auf den Sieger der Gruppe F oder den Zweiten der Gruppe C.
Den ersten Platz in der Gruppe F schnappt sich wohl entweder die Niederlande, Schweden oder Japan. Zweiter der Gruppe C dürfte entweder Brasilien oder Marokko werden.
Wieder um 21 Uhr – oder um 5 Uhr?
Es lässt sich also festhalten: Auf dem Papier erscheint der Weg in den Achtelfinal als Gruppenzweiter potenziell einfacher als als Gruppensieger.
Wie hätte es die Nati deiner Meinung nach «einfacher»?
1Als Gruppensiegerin
2Als Gruppenzweite
Den Sechzehntelfinal würde man bei Platz zwei wieder in Los Angeles spielen – entsprechend nahe am Camp in San Diego.
Das Spiel fände schon am übernächsten Sonntag (28. Juni) statt, nur vier Tage nach dem letzten Gruppenspiel am Mittwoch. Der Zweite der Gruppe A hätte dabei einige Stunden weniger Zeit zur Erholung.
Gut für die Schweizer Fans: Anpfiff wäre wieder um 21 Uhr.
Die Schweizer Nati jubelt im imposanten Stadion von Los Angeles. – keystone
Als Gruppensieger müsste die Nati – wie gegen Kanada – in Vancouver ran. Die Partie ginge erst am Freitag, 3. Juli, über die Bühne – knappe neun Tage nach dem letzten Gruppenspiel.
Mit der Anspielzeit um 5 Uhr morgens hiess es für die Nati-Fans aber: Wecker stellen!
Auch möglich: Gruppenplatz drei
Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist, dass die Nati die Gruppenphase der WM 2026 auf Rang drei beendet. Dazu benötigt es aber einen deutlichen Sieg Katars gegen Bosnien-Herzegowina und eine deutliche Niederlage der Schweiz gegen Kanada.
Gehört die Nati dann zu den besten acht Gruppendritten, ginge es im Sechzehntelfinal gegen einen Gruppensieger. Gehört sie zu den schlechtesten vier Gruppendritten, wäre die WM 2026 vorbei.