Ein Gipfeltreffen am Morgen

Einer, der das Sichtbarmachen von Leistungen förmlich studiert hat, ist Tobias Wolf, CEO Wolf Storen AG. Das Unternehmen hat sich dem Motto verschrieben, die schönsten Schattenseiten zu erzeugen. Hinter dem KMU steckt eine Menge Start-up-Mentalität, was gerade in den unsicheren Zeiten sehr positiv ist.

«Gerade in Zeiten, in denen sich die Welt rasant verändert – man beachte den Aufstieg von KI – ist es wichtig, dass man sich als Unternehmen mitwandelt.» Wolf Storen hat die Zeichen der Zeit erkannt und ermuntert die Mitarbeiter auf verschiedenste Art zu Höchstleistungen, statt einfach nur Dienst nach Vorschrift zu erwarten. 

«Wir haben beispielsweise ein Pferderennspiel. Bei neuen Projekten werden klare Zwischenschritte definiert und einmal im Monat kontrolliert. Erreicht man einen bestimmten Meilenstein, wandert das Pferd ein Feld weiter zum nächsten Feld. Ist man am Ende angekommen, bekommt man ein Metallstück, welches man gegen eine einmalige Bonuszahlung eintauschen kann.» Das allein motiviere die Leute bereits sehr.

«Weiter führen wir auch sogenannte Gipfeltreffen durch. Wir treffen uns jeweils an einem Morgen bei Kafi und Gipfeli und lauschen einem Vortrag. Das kann ein Mitarbeiter sein, ich als Chef oder auch eine externe Person wie beispielsweise ein Comedian. Die letzten fünf Minuten des halbstündigen Anlasses werden damit verbracht, das Gehörte auf das Unternehmen und dessen Prozesse zu übertragen.»

Inspirationen und Lösungswege

Auch wenn an der HR-Arena keine abschliessende Komplettlösung für soziale Faulheit im eigenen Unternehmen gegeben werden konnte, so bekamen die Teilnehmer dennoch eine Inspiration und mögliche Lösungswege an die Hand, um die Probleme der heutigen Zeit bewältigen zu können. Beispielsweise mit kleineren Teams, klaren Aufgabestellungen und einer gesunden Portion Kontrolle, ohne dass es nach Überwachung aussieht.