Foto: Janick Nolting/ Digital Fernsehen

Am Freitag feierte die dritte Staffel von „House of the Dragon“ ihre Deutschlandpremiere in Berlin. DIGITAL FERNSEHEN war vor Ort.

Wie feiert man die Rückkehr dieser vieldiskutierten HBO-Serie? Na klar! Mit Feuer. Und zum Glück nicht mit Feuer und Blut, wie das Motto des Herrschergeschlechts Targaryen lautet. HBO Max hat wenige Tage vor dem Start der neuen Staffel „House of the Dragon“ ein Sonnwendfeuer auf dem Berliner RAW-Gelände veranstaltet. „Dracarys: The Dragon Fire“, so hat man das Event genannt, zu dem auch die Öffentlichkeit als Zaungast eingeladen war.

Eine meterhohe Drachenskulptur wurde aufgebaut und in Brand gesetzt, während das Gelände über den Abend hinweg in die Melodien und Themen aus Ramin Djawadis Score gehüllt wurde. Zum Teil auch mit Live-Musikern. Der brennende Drache sollte der zentrale visuelle Hingucker der Premierenfeier sein, um die Rückkehr des Fantasy-Epos von HBO in die Welt zu tragen. Schließlich ist ein Ansinnen derartiger Veranstaltungen auch, Bilder zu kreieren, die sich möglichst rasant und weit verbreiten.

House of the Dragon Banner bei der DeutschlandpremiereFoto: Janick Nolting/ Digital Fernsehen

„House of the Dragon“-Premiere: Diese Stars waren in Berlin

Journalisten, Fans, Influencer und alle, die sich dazwischen verorten, hat man an diversen Kulissen und Motiven vorbeischickt. Es geht HBO Max natürlich darum, eine Präsenz der Serie in der Öffentlichkeit zu schaffen. Ein Fotospot hier, ein Fotospot da. Egal, ob es ein aufgestellter Drachenschädel, die großen Lettern des HBO-Max-Logos, bedruckte Popcorntüten oder Werbebanner mit Charakteren der Show sind. Und natürlich darf auch der Star-Glamour nicht fehlen! Drei Darsteller sind zur Berliner Premiere erschienen.

Harry Collett , Abubakar Salim und Clinton Liberty haben das Publikum dabei auf eine herausstechende Serienfolge eingeschworen. In „House of the Dragon“ verkörpern die Schauspieler Jacaerys, Alyn und Addam. Drei Figuren, die an der Seite von Rhaenyra Targaryen (Emma D’Arcy) um den Eisernen Thron kämpfen. Noch vor der Feier auf dem RAW-Gelände ging es ins Kino International, wo die erste von acht neuen Episoden auf dem Programm stand. Die gut 60 Minuten fackeln nicht lang, um die Kräfteverhältnisse in Westeros erneut zu verschieben. „Schaut, dass ihr Taschentücher parat habt“, riet Collett dem Publikum.

Folge 1 legt mit Action-Spektakel los

Schon vor einigen Tagen hat DIGITAL FERNSEHEN einen ersten Eindruck zur neuen Staffel geteilt. Vier Episoden wurden der Presse nämlich bereits vor der Deutschlandpremiere zugeschickt. Schnell war klar: Der Auftakt von Staffel 3 ist an sich schon wie gemacht für eine Kino-Präsentation. Das ist eine Episode, die mit viel Action daherkommt und eine gewisse Größe in den Bildern sucht. „Game of Thrones“ und „House of the Dragon“ waren seit jeher Vorreiter, wenn es darum geht, die Grenzen zwischen dem eher reduzierten Fernsehen und dem teuren Spektakel vieler Kino-Blockbuster zu verschieben. Die bevorstehende dritte Staffel bildet da keine Ausnahme.

HBO hat in den letzten Wochen ordentlich die Werbetrommel für die Rückkehr von „House of the Dragon“ gerührt. Ryan Condal, der Schöpfer der Serie, kündigte Folge 1 im „Entertainment Weekly“-Magazin als „die abgefahrenste TV-Episode aller Zeiten“ an. Aus rein logistischer Sicht mag man das vielleicht so behaupten können. Condal spielt damit auf die Entstehung der großen Seeschlacht an, mit der die dritte Staffel einsteigt. Die Serie liefert unter anderem mit ihr den Höhepunkt und Abschluss eines erzählerischen Kapitels nach, den die Vorgängerstaffel nur noch andeuten konnte.

Foto: HBO

„House of the Dragon“ will für Entsetzen sorgen

Über einzelne visuelle Entscheidungen kann man nach der ersten Folge streiten. Gerade was die Farbgebung, die Hektik von Schnitt und Kameraführung und einige Grenzen der CGI-Gestaltung anbelangt. Warum die Action hier im Vergleich zu den größten „Game of Thrones“-Schlachten etwas abfällt, kann man in der Kritik von DIGITAL FERNSEHEN nachlesen. Daran ändert auch eine große Kinoleinwand wenig. Was die Serie inhaltlich ringsherum anstellt, scheint bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern dennoch seine Wirkung zu entfalten.

Das Premierenpublikum hat zum Teil jedenfalls lautstark auf manche Szenen und Wendungen reagiert. Sowohl auf einzelne intime Charaktermomente (insbesondere eine gewisse Abschiedsszene) als auch die gewohnt erbarmungslosen Grausamkeiten, mit denen sich „House of the Dragon“ zurückmeldet. Das „Game of Thrones“-Universum hat offenbar, misst man es an den Reaktionen vor Ort, seine Kunst des Entsetzens nicht verlernt.

„House of the Dragon“ Staffel 3 läuft ab dem 22. Juni 2026 bei HBO Max und Sky/Wow.

„House of the Dragon Staffel 3: Finaler Trailer“ von YouTube anzeigen

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