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AMD-GPUs könnten bald noch teurer werden
Berichten zufolge bereitet AMD in der zweiten Jahreshälfte eine weitere Preiserhöhung für GPUs vor, da die durch KI angetriebene Nachfrage das Angebot an Consumer-Grafikkarten weiter belastet. Käufer von Radeon-Grafikkarten könnten daher mit höheren Preisen rechnen, während eine Entspannung auf sich warten lässt. Der breitere Speicherengpass könnte unterdessen potenziell noch jahrelang anhalten.
Der weltweite Speicher-Engpass entspannt sich leider nicht. Um den KI-Boom in Rechenzentren zu bedienen, priorisieren Hersteller die Produktion margenstarker High Bandwidth Memory gegenüber normalem RAM und VRAM. Die Folge ist eine «KI-Steuer», die Verbraucherpreise steigen lässt und Zeitpläne für GPU-Neuheiten nach hinten verschiebt. Laut der japanischen Nachrichten- und Technik-Webseite Gazlog soll AMD die Preise von GPUs in der zweiten Jahreshälfte um 10 bis 15 Prozent erhöhen, also irgendwann ab Juli.
Derzeit liegt die offizielle UVP von AMDs Flaggschiff Radeon RX 9070 XT in Deutschland bei 689 Euro, während die Preise im Handel aktuell meist zwischen 600 und 700 Euro liegen, etwa bei entsprechenden Modellen auf Amazon. Falls die Einkaufspreise um 10 bis 15 Prozent steigen, könnten die Handelspreise also um gut 100 Euro zulegen, bei höheren VRAM-Kapazitäten könnte der Effekt stärker ausfallen. Bei Nvidia liegen die aktuellen Preise der RTX 5090 deutlich über der deutschen UVP von 2.329 Euro, die meisten «lagernden» Modelle kosten mit rund 4.000 Euro fast doppelt so viel wie die UVP. Der deutliche Unterschied zwischen den Topmodellen von AMD und Nvidia liegt daran, dass Letztere auf teureres GDDR7 setzt, während Erstere GDDR6 nutzt.
Gazlog weist allerdings auch darauf hin, dass dieser Bericht bislang unbestätigt bleibt, weshalb er eher als glaubwürdige Prognose denn als sichere Entwicklung einzuordnen ist. Angesichts dessen, wie zuverlässig sich ähnliche Warnungen vor Preiserhöhungen in den vergangenen Monaten bewahrheitet haben, lässt sich diese Meldung jedoch nur schwer herunterspielen. Zudem gehen einige Prognosen davon aus, dass die weltweite Knappheit bei Speicherchips bis 2028 anhalten könnte, weshalb Verbraucher, die bei Radeon-Grafikkarten auf sinkende Preise hoffen, zweimal nachdenken sollten.
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Autor des Originals: Jacob Fisher – Translator – 2908 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2022
Growing up in regional Australia, I first became acquainted with computers in my early teens after a broken leg from a football (soccer) match temporarily condemned me to a predominately indoor lifestyle. Soon afterwards I was building my own systems. Now I live in Germany, having moved here in 2014, where I study philosophy and anthropology. I am particularly fascinated by how computer technology has fundamentally and dramatically reshaped human culture, and how it continues to do so.
Übersetzer: Enrico Frahn – Senior Tech Writer – 8282 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2021
Der Technik-Virus hat mich schon in jungen Jahren befallen, als ich zu Pentium II Zeiten meine ersten Schritte im PC-Bereich wagte. Seither gehören für mich das Modden, Übertakten und die akribische Pflege meiner Hardware einfach dazu. Während meiner Studienzeit entwickelte ich zudem ein spezielles Interesse an mobilen Technologien, die den stressigen Studienalltag erheblich erleichtern können. Nachdem ich bei einer Tätigkeit im Marketing meine Liebe für das Kreieren von Webinhalten gefunden habe, begebe ich mich nun als Redakteur bei Notebookcheck auf die Suche nach den spannendsten Themen aus der faszinierenden Welt der Technik. Außerhalb des Büros hege ich eine besondere Leidenschaft für den Motorsport und das Mountainbiking.
