«Es ist gnadenlos»

Udo Jürgens (re) mit seinem Bruder Manfred Bockelmann im Sommer 1994 in Zürich. 

Udo Jürgens (re) mit seinem Bruder Manfred Bockelmann im Sommer 1994 in Zürich. 

KEYSTONE

Mehr als 40 Jahre war sie sein Zuhause – jetzt muss Star-Maler Manfred Bockelmann (82) seine Wohnung in München-Schwabing verlassen. Der Bruder von Musiklegende Udo Jürgens erhielt die Kündigung. Der Grund? Eigenbedarf.

Carlotta HenggelerDarum geht’sManfred Bockelmann (82), Bruder von Udo Jürgens, muss nach 43 Jahren seine Wohnung in München-Schwabing wegen Eigenbedarfs verlassen.Der Künstler bezeichnet die Kündigung als hart, da die Wohnung über Jahrzehnte sein Zuhause sowie Lebensmittelpunkt seiner Familie war.Bockelmann zieht mit seiner Frau weg und bedauert den Abschied von München, wo seine Karriere begann und neuer Wohnraum kaum bezahlbar ist.

Für Manfred Bockelmann beginnt mit 82 Jahren noch einmal ein neuer Lebensabschnitt – und zwar unfreiwillig. Der Bruder der verstorbenen Schlager-Legende Udo Jürgens muss seine Wohnung in München-Schwabing verlassen, nachdem ihm der Vermieter gekündigt hat.

Der Künstler lebte und arbeitete während 43 Jahren in der Wohnung. Gegenüber der Zeitung «Merkur.de» sagt er: «Es ist gnadenlos, so aus der Wohnung zu müssen.»

Dort sei seine Tochter aufgewachsen, dort habe die Familie viele glückliche Jahre verbracht.

Nun ziehen Bockelmann und seine Frau Maria nach Kärnten in Österreich zurück – in jene Region, in der er gemeinsam mit seinem Bruder Udo Jürgens aufgewachsen ist. Die beiden verband eine enge Beziehung. 1977 widmete Jürgens seinem Bruder sogar den Song «Mein Bruder ist ein Maler».

Trotz der Rückkehr in die Heimat fällt dem 82-Jährigen der Abschied schwer. «München hat für mich eine grosse Bedeutung, hier hat alles angefangen, meine Karriere», sagt er. Eine neue Wohnung in der bayerischen Metropole zu finden, sei angesichts der hohen Mieten kaum möglich.

Pepe Lienhard: «Udo hat sich sehr emotional von mir verabschiedet»Einen Tag vor dem Tod von Udo Jürgens haben er und Pepe Lienhard noch gemeinsam zu Abend gegessen. Sie haben über ihre Pläne für die kommenden Jahre gesprochen, ehe sich der deutsche Musiker innig von Lienhard verabschiedet hat.