Die Galerie Heike Schumacher eröffnet am Samstag, 27. Juni, um 18 Uhr mit einer Vernissage die Sommerausstellung mit Werken von Gerhard Richter, informiert die Galeristin in einer Pressemitteilung. Zu sehen sind erschwingliche graphische Druckwerke des Künstlers. Gerhard Richter, geboren 1932 in Dresden, verließ noch vor dem Mauerbau seine Heimatstadt, um im Westen sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf fortzusetzen. Der vielseitige Künstler sorgte mit seiner fotorealistischen Malerei, die Motive aus dem heimischen Familienalbum aufgriff, für Aufsehen. In einer Zeit und Umgebung, in der hauptsächlich die experimentelle, abstrakte Kunst das Sagen hatte, sorgten Richters Bilder für Furore. Richters Eigenschaft scheint zu sein, sich immer dann nach neuen Ausdrucksweisen umzusehen, wenn eine von ihm erkundete Methode sich erfolgreich am Kunstmarkt etabliert hat. Nach seiner figurativen Malerei in Grau folgten monochrome Graubilder und die farbigen „Vermalungen“, die das Bildmotiv unkenntlich machten. Mitte der 1970er-Jahre lässt er sich auf die Abstraktion ein. „Ich verfolge keine Absichten, kein System, keine Richtung, ich habe kein Programm, keinen Stil, kein Anliegen“, beschreibt der Künstler sich selbst.
Ausstellung zeigt Vielseitigkeit des Künstlers
Richter lebt und arbeitet seit den 1980er Jahren in Köln. Obwohl er 2020 offiziell seine aktive Karriere als Maler beendete, ist er weiterhin als Zeichner tätig. In der Ausstellung werden Arbeiten aus den unterschiedlichsten Schaffensphasen des Künstlers zu sehen sein. Radierungen aus der Serie „Kanarische Landschaften“, Seelandschaften, frühe Graubilder wie „der Küchenstuhl“ oder Himalaja, sowie abstrakte Arbeiten. Die Ausstellung kann von Freitag, 26. Juni bis Freitag, 17. Juli, und von Dienstag, 28. Juli bis Freitag, 4. September, dienstags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr und 15.30 bis 18 Uhr besichtigt werden. (pm)