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Apple hat im Rahmen der WWDC 2026, der hauseigenen Developer-Konferenz, den nächsten grossen Software-Schritt für seine Gerätefamilie vorgestellt. Mit iOS 27, iPadOS 27, watchOS 27, macOS 27 und visionOS 27 steht im Herbst die nächste Generation der Apple-Betriebssysteme an. Besonders spannend ist in diesem Jahr weniger die Versionsnummer selbst, sondern die Frage, welche älteren Geräte weiterhin mitgenommen werden und wo Apple die Update-Grenze zieht.

Viele iPhones werden weiter unterstützt

Für iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer gibt es dabei erfreuliche Nachrichten: Cupertino hält die Unterstützung ungewöhnlich breit und streicht nach aktuellem Stand kein iPhone, das bereits iOS 26 erhalten hat. Das bedeutet: Selbst das iPhone 11, iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max aus dem Jahr 2019 bleiben noch eine weitere grosse iOS-Version im Rennen. Auch das iPhone SE der zweiten Generation wird weiterhin unterstützt. Damit zeigt Apple einmal mehr, dass lange Softwarepflege ein wichtiges Argument für das iPhone-Ökosystem bleibt.

 

Die Liste der kompatiblen iPhones reicht somit von den aktuellen Modellen der iPhone-17-Generation über iPhone Air, iPhone 16, iPhone 15, iPhone 14, iPhone 13 und iPhone 12 bis zurück zum iPhone 11 sowie dem iPhone SE ab der zweiten Generation. Gerade Besitzer älterer Geräte dürften sich darüber freuen, denn mit iOS 27 bleiben Sicherheitsupdates, neue Systemfunktionen und App-Kompatibilität weiterhin auf einem aktuellen Stand.

Apple iOS 27

iOS 27. Bild: Apple

iPads eher weniger

Deutlich strenger fällt Apple hingegen bei den iPads aus. iPadOS 27 kommt nicht mehr auf alle Modelle, die bislang noch iPadOS 26 nutzen konnten. Unterstützt werden unter anderem iPad Pro-Modelle mit M4-Chip, iPad Pro 12.9 Zoll ab der vierten Generation, iPad Pro 11 Zoll ab der zweiten Generation, iPad Air ab der vierten Generation beziehungsweise die neueren M2-Modelle, das iPad ab der neunten Generation, das iPad mit A16-Chip sowie das iPad mini der sechsten Generation und das iPad mini mit A17 Pro. Ältere iPad-Pro-Modelle aus 2018, das iPad mini 5 und bestimmte ältere Standard-iPads fallen damit aus dem grossen Update-Zyklus heraus.

Viele Apple Watch-modelle gehen leer aus

Noch einschneidender sind die Änderungen bei der Apple Watch. watchOS 27 setzt künftig mindestens eine Apple Watch Series 9, eine Apple Watch Ultra 2 oder eine Apple Watch SE der dritten Generation voraus. Zusätzlich muss die Uhr mit einem iPhone gekoppelt sein, auf dem iOS 27 läuft. Damit endet der grosse Software-Support für mehrere Watch-Generationen auf einen Schlag, darunter auch für die erste Apple Watch Ultra. Für alle mit einem älteren Modell ist das ein deutlicher Einschnitt, zumal gerade die Ultra-Reihe als besonders langlebige Premium-Uhr vermarktet wurde.

Video: Apple

Ist Apple Intelligence der Grund für ausbleibendem Support?

Ein zentraler Grund für die strengeren Anforderungen dürfte Apple Intelligence sein. Apple baut seine KI-Funktionen mit iOS 27 und den anderen Systemen weiter aus. Allerdings gilt: Nicht jedes Gerät, das iOS 27 oder iPadOS 27 erhält, unterstützt automatisch alle KI-Funktionen. Auf dem iPhone braucht es mindestens ein iPhone 15 Pro oder ein neueres Modell der iPhone-16- beziehungsweise iPhone-17-Familie. Auf dem iPad sind Modelle mit M1-Chip oder neuer sowie das iPad mini mit A17 Pro relevant. Bei der Apple Watch hängt Apple Intelligence zusätzlich vom gekoppelten iPhone ab.

Zunächst nicht in Europa wegen Siri AI

Für uns in Europa bleibt zudem ein wichtiger Punkt zu beachten: Apple hat angekündigt, dass Siri AI auf iOS 27, iPadOS 27 und watchOS 27 in der EU zunächst nicht verfügbar sein wird. Hintergrund sind laut Apple offene Fragen rund um den Digital Markets Act. Für macOS 27 und visionOS 27 soll Siri AI in der EU hingegen verfügbar sein. Welche Funktionen in der Schweiz direkt zum Start freigeschaltet werden, sollte man deshalb zum Release nochmals genau prüfen.

 

 

Quelle: Apple WWDC (Englisch)