
AUDIO: Dreharbeiten zu «Hamburg Days» werden wieder aufgenommen (1 Min)
Stand: 25.06.2026 12:21 Uhr
Der Dreh zur deutsch-britischen Serie «Hamburg Days» hatte in der Hansestadt begonnen, wurde jedoch nach dem Tod von Luna Jordan vorerst unterbrochen. Nun werden die Arbeiten fortgesetzt. Die Serie erzählt von den Anfangstagen der Beatles auf dem Hamburger Kiez.
Die Beatles in Hamburg, auf St. Pauli, in den Kneipen und Kellerlokalen: Die Serie wird an Originalschauplätzen in Hamburg für ZDF, BBC und AGC Television gedreht. Neben der Hansestadt wird auch in München und Liverpool gefilmt. Die Filmförderung Moin unterstützt das Serienprojekt mit 1,3 Millionen Euro.
«Wir sind wahnsinnig stolz und froh darüber, dass es diese Serie gibt und dass sie hier gedreht wird», sagt Moin-Chef Helge Albers im Gespräch mit NDR Kultur. «Hamburg Days» beschäftige sich mit den frühen Tagen der Beatles in der Elbmetropole.
«Hamburger Beatles-Geschichte muss in Hamburg erzählt werden»
«Es ist eine extreme Herausforderung, so eine großen Serie so zu stemmen, dass sich alle, die ein Herz für die Beatles haben, mit dieser Serie identifizieren und in diese Welt eintauchen können». Es sei ein lang geplantes Projekt gewesen.
«Wir haben uns sehr bemüht, auch vor Ort umsetzen zu können: «Diese Geschichte aus Hamburg soll und muss in Hamburg erzählt werden», so Albers. Über die genauen Drehorte ist noch wenig bekannt.
«Es wird eine Mischung werden aus den Drehorten, die sich aus filmischer und rein logistischer Perspektive gut eignen und dem Anspruch, viel an Originalschausplätzen umzusetzen. Der Elbtunnel sieht jetzt wieder so aus, wie er damals aussah, aber Vieles sieht nicht mehr aus, wie in den 60er-Jahren. Deswegen gibt es auch eine Reihe von Studiodrehs», erklärt Helge Albers.
Rhys Mannion und Ellis Murphy als Lennon und McCartney
Schon seit einigen Wochen steht fest, wer die die jungen Beatles spielen wird. Rhys Mannion («It Is In Us All», «Freud’s Last Session») wird als John Lennon zu sehen sein, der Liverpooler Singer-Songwriter Ellis Murphy als Paul McCartney. Schauspieler Harvey Brett wird George Harrison verkörpern, Louis Landau («Rivals», «Kennedy») Stu Sutcliffe und Patrick Gilmore spielt Pete Best.
Asa Butterfield («Unchosen», «Sex Education») wird als legendärer Beatles-Manager Brian Epstein zu sehen sein. Jonny Lee Miller («The Crown», «Trainspotting») verkörpert Jim McCartney, den Vater von Paul McCartney. Casper von Bülow, bekannt aus der Serie «Druck» und der Tragikomödie «Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war») spielt den langjährigen Hamburger Beatles-Wegbegleiter und Grafiker Klaus Voormann.
Tod von Luna Jordan sorgte für Unterbrechung der Dreharbeiten
Für die Fotografin und Künstlerin Astrid Kirchherr war eigentlich Luna Jordan («Wild Republic», «Sleeping Dog») vorgesehen – die Berlinerin ist jedoch plötzlich und unerwartet am 13. Mai im Alter von nur 24 Jahren gestorben. Nach dem Tod der Schauspielerin hatten die Macher der Serie die Dreharbeiten vorerst unterbrochen.
Dreh geht weiter – Nachfolgerin steht fest
Nun soll es weitergehen: Das Team habe sich die Zeit genommen, um Raum für eine erste Verarbeitung des tragischen Verlusts zu schaffen und Abschied von der geschätzten Schauspielerin und Kollegin zu nehmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Dreh des Beatles Biopic in Hamburg wird fortgesetzt. Die Rolle der Fotografin Astrid Kirchherr wird von Lea Drinda («In die Sonne schauen», «Where’s Wanda?») übernommen.

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Laura Tonke und Trystan Pütter im Ensemble
In weiteren Rollen spielen Laura Tonke («Amrum», «22 Bahnen») Trystan Pütter («Ku’damm 56-63») sowie Max von der Groeben («Fack Ju Göhte»).

Der NDR Kultur Podcast «Becoming The Beatles – Die Hamburger Jahre» zeichnet die Geschichte der Band in Hamburg nach.
Serie beruht auf Sachbuch von Beatles-Freund Klaus Voorman
Der Stoff zur Serie beruht auf dem Buch «Warum spielst Du ‚Imagine‘ nicht auf dem weißen Klavier, John?» von Klaus Voormann. Die Serie spielt Anfang der 1960er-Jahre auf St. Pauli – in einer Zeit, in der sich rund um die berühmt-berüchtigte Reeperbahn eine neue Musik-Szene entwickelt.
Die Episode der Beatles in Hamburg war nicht nur eine turbulente Zeit voller Anekdoten – in der Phase sind auch einige wichtige Weichen für die Band gestellt worden. Es war eine prägende Zeit für die Band.
Voormann seit 1960 mit den Beatles befreundet
«Hier fanden die ersten professionellen Plattenaufnahmen statt, hier wurden sie Nacht für Nacht trainiert und wurden erst zu einer guten Band, hier haben sie einen Look entwickelt», so Ocke Bandixen, Macher des NDR Beatles-Podcasts «Becoming The Beatles», der mittlerweile zwei Staffeln umfasst.
Voormann wird auch als Berater für die Serie genannt. Dieser sei eine tolle Quelle für die Geschichte, so Bandixen. Er habe ihn selbst lange für seinen Podcast befragt. Voormann sei immer noch mit den noch lebenden Beatles befreundet – und das seit 1960.

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Christian Schwochow und Laura Lackmann im Regiestuhl
Auf deutscher Seite wird die Serie von W&B Television produziert – den Produzent*innen hinter Serien wie «Dark», «4 Blocks» oder «Crooks». Der deutsche Filmemacher Christian Schwochow, der unter anderem die «Deutschstunde» nach Siegfried Lenz oder die Serie «Bad Banks» oder Folgen für «The Crown» gedreht hat, übernimmt die Leitung der Produktion.
Auch Regisseurin Laura Lackmann («Call my Agent Berlin») wird Episoden inszenieren. «Ich finde total spannend und interessant, dass es eine weibliche und eine männliche Stimme gibt, die hier erzählt», meint Moin-Chef Albers.»Wir erzählen aus einer Zeit, gerade, wenn man auf die Reeperbahn schaut, die nicht nur tolle Anekdoten zu bieten hat.»
Die Idee zur sechsteiligen Serie stammt von Benjamin Benedict, die Drehbücher verantwortet Jamie Carragher als Headautor, der auch an der Serie «Succession» mitgearbeitet hat. Mat Whitecross («Oasis: Supersonic») übernimmt die Regie. Für die musikalische Gestaltung sorgt der Produzent und BAFTA-Preisträger David Holmes («Killing Eve», die «Oceans»-Reihe).

«We grew up in Hamburg», hat John Lennon gesagt. Was ist da also auf dem Hamburger Kiez zwischen 1960 und 1962 passiert? Der Doku-Podcast begibt sich auf Spurensuche.

Am 17. August 1960 stehen die Beatles erstmals auf einer Hamburger Bühne – im Indra. Die Liverpooler entwickeln sich auf dem Kiez zu Weltstars.

Die Karriere der Beatles startete in Hamburg: Die Reeperbahn prägte den typischen Sound der Band aus Liverpool und auch die charakteristischen Pilzköpfe bekamen sie hier verpasst.

Zu Fuß oder mit Rad unter der Elbe hindurch – das geht im Alten Elbtunnel an den Landungsbrücken. 1911 wurde der Bau eingeweiht.

Stimmung, Schiffe und echte Hamburger Momente – wir zeigen die schönsten Bilder vom Auftakt des Hafengeburtstags 2026.

Am 26. Juni 1966 gaben die Beatles zwei Blitzkonzerte in Hamburg. In der Stadt war bei den letzten Auftritten der «Pilzköpfe» die Hölle los.

Im 6-teiligen Podcast «Becoming The Beatles. Die Hamburger Jahre» erzählt Ocke Bandixen von den wichtigen Jahren der Band auf dem Hamburger Kiez. Die Resonanz darauf ist groß.