Foto: ZDF/ Uwe Frauendorf
Und serviert auf einem wichtigen Sendeplatz ein halbes Jahr lang Archivware. Die Hintergründe.
Das ZDF wird in diesem Jahr seine populäre Krimireihe „Letzte Spur Berlin“ nicht mehr am Freitagabend zeigen. Von dem Format liefen 2024 bereits die letzten Folgen. Sie wurde eingestellt, obwohl sie sehr gute Reichweiten hatte. Das ZDF muss bekannterweise einerseits sparen und verlagert Bugets andererseits auch ins non-lineare, also in Produktionen, die für junges Publikum entstehen und hauptsächlich für das Streamingportal gedacht sind. Deshalb ging „Letzte Spur Berlin“ nicht weiter. 2025 wiederholte das ZDF von Frühjahr bis Spätsommer dennoch 20 Folgen des Programms – und sicherte sich freitags um 21:15 Uhr damit im Schnitt starke 16,1 Prozent Marktanteil bei allen.
In diesem Jahr wird das ZDF durchgängig auf „SOKO Leipzig“ setzen. Von der Serie laufen seit vergangenem Herbst auf dem Sendeplatz schon Erstausstrahlungen, die Staffel neigt sich nun dem Ende entgegen. Ab dem 10. April sind dann Re-Runs eingeplant – und zwar gleich 24 Stück. Das heißt: Das ZDF wird rund ein halbes Jahr lang freitags um Viertel nach Neun nur Archivware zeigen. Zu sehen sein werden Episoden, die etwa fünf Jahre alt sind. Los geht es mit dem ersten Teil der Folge „Das ewige Leben“.
Wie geht es bei „SOKO Leipzig“ weiter?
Derweil wird mit Spannung erwartet, wie das ZDF „SOKO Leipzig“ nach dem Ausstieg von Marco Girnth neu ausrichtet. Seine Figur starb kürzlich den Serientod. Eine Möglichkeit ist, dass der vor Kurzem schon mal sein Comeback gebende Tom Kowalski die freie Stelle übernimmt. Bestätigt ist das aber noch nicht. Mit neuen Folgen der „SOKO Leipzig“ ist nach den 24 Re-Runs, vermutlich also Ende September oder Anfang Oktober 2026 zu rechnen.
Derweil reduziert das ZDF auch die Zahl der Freitags-Krimis auf dem Slot um 20:15 Uhr. Anstelle von zuletzt üblichen 36 neuen Folgen wird es in dieser TV-Saison nur 32 Erstausstrahlungen geben.
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Manuel Weis arbeitet seit über zwei Jahrzehnten als Medienjournalist und war in dem Zeitraum für unterschiedliche führende Publikationen tätig. Er verfolgt die Entwicklungen der Medienbranche intensiv und liefert Analysen, Einblicke und Neuigkeiten.