Live-PodcastHalbierungsinitiative: Susanne Wille wird bei ihrem letzten Abstimmungs-Auftritt ungewohnt deutlich

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Niemand engagiert sich so sehr gegen die Halbierungsinitiative wie SRG-Generaldirektorin Susanne Wille. Doch erwartet wird ein knappes Ergebnis. Warum? Und was passiert bei einer Annahme? In einem Live-Podcast spricht Wille Klartext.

Susanne Wille verschärft in der Schlussphase des Abstimmungskampfs den Ton: Die Sendung aus dem Restaurant «Rampe» zum Nachschauen.

Video: Roman Loeffel (Aarau, 23. 2. 2026)

«Hinter der Schlagzeile» heisst der Podcast von CH Media, und so konfrontiert Gastgeber Patrik Müller die SRG-Generaldirektorin zuerst mit Schlagzeilen aus dem Abstimmungskampf. Als «Retterin» wurde sie im «Tages-Anzeiger» bezeichnet, und die NZZ titelte, die SRG befinde sich im «Überlebenskampf». Wie sieht sie ihre Rolle, und geht es bei der Initiative, die ja «nur» die Halbierung verlangt, wirklich um die Existenz?

Obwohl mit Ausnahme der SVP alle Parteien gegen die Initiative sind, lassen Umfragen ein knappes Resultat erwarten. Woran liegt das, woher kommt das Misstrauen vieler Leute gegenüber der SRG oder den Medien allgemein? Auch dazu äussert sich Susanne Wille in dem 48-minütigen Gespräch, das im Restaurant «Rampe» in Aarau vor vollen Rängen stattfand. Es fällt auf: Wille, die als eher diplomatisch argumentierende Person gilt, verschärft in der Schlussphase ihre Argumentation. Es gehe letztlich ums «Überleben» der SRG. Die Generaldirektorin will sich nicht vorwerfen lassen, zuwenig klar vor den Folgen eines Ja gewarnt zu haben.

In der Sendung spricht Müller mit Wille auch darüber, wie Künstliche Intelligenz den Journalismus verändert, und über die Frage, ob KI den Beruf teilweise überflüssig macht – oder erst recht unverzichtbar. Das Gespräch in Aarau war der letzte grosse Auftritt vor der Abstimmung.

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