Bewegung verbessert nicht nur Fitness, Beweglichkeit und Lebensqualität, sondern kann auch Prozesse im Körper beeinflussen. Zum Beispiel kann sie Entzündungen im Nervensystem verringern, die Reparatur von Nerven fördern und psychische Beschwerden wie Depressionen und Ängste lindern.
Ein möglicher Schlüsselmechanismus dahinter ist der Stoffwechsel der Aminosäure Tryptophan. Dieser ist bei Menschen mit MS verändert und beim Abbau entstehen Stoffwechselprodukte, die Einfluss auf Immunsystem und Gehirn haben. Einige dieser Abbauprodukte können entzündungshemmend wirken oder die Reparatur von Nervenzellen unterstützen.
Das Team um Univ.-Professor Philipp Zimmer möchte mithilfe der Studie untersuchen, inwiefern sich betreutes hochintensives Intervalltraining bei MmMS über einen Zeitraum von zwölf Wochen hinweg auf diese Stoffwechselprozesse auswirkt. Zusätzlich wird geprüft, ob es Zusammenhänge mit Depressionen und Ängsten gibt und zur besseren Einordnung mit einer gesunden Vergleichsgruppe abgeglichen.