Der Ausbau der Strecke Zürich–Winterthur auf vier Spuren ist gestartet. Kernstück des Projekts ist der Brüttenertunnel. Der offizielle Baustart erfolgte in Bassersdorf. Am Anlass nahmen Bundesrat Albert Rösti, der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom sowie SBB CEO Vincent Ducrot teil. Das Projekt gilt als zentraler Ausbau im Schweizer Bahnnetz, wie die SBB mitteilt.
Mehr Kapazität im Bahnverkehr
Mit dem Ausbau wird die Kapazität auf der Verbindung Zürich–Winterthur erhöht. Neben der Zürcher S-Bahn sollen auch der Fern- und Güterverkehr profitieren. Geplant ist ein Kapazitätsausbau um rund 30 Prozent auf bis zu 900 Züge pro Tag mit über 150’000 Reisenden, wie die SBB mitteilt.
Brüttenertunnel als Kernelement
Zentrales Element des Projekts ist der rund 9 Kilometer lange Brüttenertunnel mit zwei einspurigen Röhren. Der Tunnel soll die Strecke entlasten und zusätzliche Fahrmöglichkeiten schaffen. Der Tunnelvortrieb mit Tunnelbohrmaschinen ist ab 2029 vorgesehen, die Inbetriebnahme aus heutiger Sicht für 2037, wie die SBB mitteilt.
Ausbau weiterer Bahnhöfe und Strecken
Im Rahmen des Projekts werden mehrere Bahnhöfe und Streckenabschnitte ausgebaut, darunter Wallisellen, Dietlikon, Bassersdorf und Winterthur Töss. Geplant sind unter anderem zusätzliche Gleise, breitere Perrons, neue Zugänge, Unterführungen und Passerellen. Die Inbetriebnahmen erfolgen gestaffelt zwischen 2028 und 2034, wie die SBB mitteilt.
Bauzeit und Auswirkungen
Die Bauarbeiten dauern rund zehn Jahre und finden teilweise in dicht genutzten Bahn- und Wohngebieten statt. Es sind Nachtarbeiten sowie Emissionen durch Lärm, Staub und Verkehr vorgesehen, wie die SBB mitteilt. Der Bahnbetrieb soll während der Bauzeit weitgehend aufrechterhalten bleiben. Einzelne Fahrplananpassungen sind ab Dezember 2026 vorgesehen.
Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 3,3 Milliarden Franken mit einer Kostengenauigkeit von plus/minus 10 Prozent. Finanziert wird der Ausbau über den Bahninfrastrukturfonds des Bundes, wie die SBB mitteilt. Die verschiedenen Teilprojekte werden schrittweise in Betrieb genommen. Erste Abschnitte sollen ab Ende der 2020er-Jahre folgen, der vollständige Ausbau ist bis 2037 vorgesehen.