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Heute gab Bundesrat Albert Rösti den Startschuss für den Ausbau der Bahnstrecke Zürich-Winterthur. Die ganze Schweiz profitiere vom Ausbau auf vier Spuren.
Nebst dem Ausbau der Zuglinie auf vier Spuren werden auch die
Bahnhöfe Wallisellen, Dietlikon, Bassersdorf und Winterthur Töss
ausgebaut. Auch erste Vorarbeiten für den neun Kilometer langen
Brüttenertunnel starten. Dieser besteht aus zwei je einspurigen Röhren.
Die Fahrzeit von Zürich nach Winterthur wird sich mit dem
Brüttenertunnel um bis zu acht Minuten verkürzen, der Viertelstundentakt
im Regionalverkehr wird möglich. – Die Bauarbeiten der SBB laufen somit in Gleisnähe und in einem
der meistbefahrenen Korridore des Schweizer Bahnnetzes. Dabei muss auch
in der Nacht gearbeitet werden. Mit dem Fahrplanwechsel 2037 soll der
Mehrspurausbau in Betrieb gehen.
Der Bau des Brüttenertunnels
wird 4,5 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial ans Tageslicht befördern.
Dies entspricht 45 Mal dem Gewicht des Zürcher Grossmünsters. Um das
ganze Material abzutransportieren, braucht es an den Tunnelportalen
grosse Installationsplätze und Förderbänder. Das Erdreich kommt per
Güterzug in Kiesgruben, die daraus Beton produzieren.
EIn «Bypass am ÖV-Herzen der Schweiz».
«Mit dem heutigen Baustart beginnt die Realisierung eines sehr grossen und wichtigen Projekts», so Bundesrat Albert Rösti. Zürich profitiere vom längerfristigen Bahnausbau, auch den Zimmerberg-Basistunnel II und den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen priorisiere der Bund, so Rösti. Beim Baustart waren auch SBB-CEO Vincent Ducrot und der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom (Grüne) zugegen. Neukom nannte den Ausbau einen «Bypass am ÖV-Herzen der Schweiz». Die Kapazität zwischen den grössten Zürcher Städten werde um 30 Prozent ausgebaut. Derweil sprach der SBB-Chef von einem «Projekt der Superlative». Die SBB investierten pro Tag Bauzeit rund eine Million Franken. «Wir setzen alles daran, um die Auswirkungen der umfangreichen Bauarbeiten zu minimieren», sagte er. (sda/mai)
Weitere Informationen zum Projekt auf der Website der SBB: https://company.sbb.ch