Die Blockbuster-Vorlieben des Publikums verändern sich regelmäßig. Eine Sache hat bisher jedoch sehr gut die Jahrzehnte überdauert: die Begeisterung für Dinosaurier. Der 1993 von Steven Spielberg inszenierte Jurassic Park gilt als einer der ultimativen Blockbuster und zog zwei actiongeladene Fortsetzungen nach sich.
Als die Reihe viele Jahre später unter dem Banner Jurassic World zurückgebracht wurde, verwandelte sie sich in einen verlässlichen Milliarden-Giganten. Jeder Teil der neuen Trilogie hat die goldene Marke an den Kinokassen überschritten. Besonders spannend ist der zweite Teil: Jurassic World: Das gefallene Königreich.
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Bereits der Prolog des Films ist ein kleiner Geniestreich, wenn ein Söldnertrupp auf der Isla Nublar wertvolle DNA bergen soll und dabei sowohl mit dem
Mosasaurus als auch dem T-Rex Bekanntschaft macht. Regisseur J.A. Bayona inszeniert den Auftakt in albtraumhaften Bildern und stellt damit geschickt die Weichen.
Während Jurassic World mit dem Versprechen eines funktionierenden Dinoparks lockte, ist in Das gefallene Königreich mehr als klar, dass auch der zweite Anlauf danebengegangen ist. Schlimmer noch: Nicht nur liegt der Park in Schutt und Asche. Am Horizont braut sich in Form eines Vulkanausbruchs eine Naturkatastrophe zusammen.
Lavabrocken regnen vom Himmel, als würden wir eine weitere Dinoapokalypse erleben. Hier wartet eines der eindrücklichsten Bilder der gesamten Reihe: Die Silhouette eines Brachosaurus – also der Dino, bei dem wir in Jurassic Park zum ersten Mal staunten – verschwindet in einer alles verschlingenden Staubwolke.
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Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) und Owen Grady (Chris Pratt) gelingt es gerade so, ein paar Dinos vor dem Tod zu bewahren. Doch auf dem Festland erwartet sie die nächste Hölle, wenn sich der Film in einen Horror-Thriller verwandelt, der in eine Haunted Mansion entführt und sich noch mehr in die Sci-Fi-Elemente der Geschichte lehnt.
Klonen und Kapitalismus sind die zwei Schlüsselbegriffe, die mit der zweiten Hälfte von Jurassic World: Das gefallene Königreich einhergehen. In diesem Teil fühlt sich der Film wie kaum einer seiner Vorgänger und Nachfolger an. Vielmehr wirkt es so, als hätte J.A. Bayona alle seine persönlichen Interessen in einen Albtraum geschleust.
Das Grauen aus Das Waisenhaus, die Katastrophe aus The Impossible und das Monster aus Sieben Minuten nach Mitternacht, wobei stets die Frage im Raum steht, wer die unheimlichsten Kreaturen im Raum sind. Dinos, Menschen … oder vielleicht sogar Kinder? Bayona hat sichtlich Spaß, durch verschiedene Genres zu lotsen.
Unterm Strich macht das Jurassic World: Das gefallene Königreich zu einem äußerst abwechslungsreichen Film. Für reichlich Action und Abenteuergefühl ist natürlich auch gesorgt. Die DNA der Reihe bleibt allerdings nicht unverändert, sondern entwickelt sich im Geiste der Geschichte weiter. Das Blockbuster-Kino findet immer einen Weg.