Es ist kein Geheimnis mehr, dass sich seit Jahren eine gewisse Müdigkeit gegenüber Superhelden-Filmen im Kino breit gemacht hat. Die Blockbuster-Dominanz des Marvel Cinematic Universe (MCU) gegenüber allen anderen Filmen liegt lange zurück und auch das neu gestartete DC Universe (DCU) von James Gunn und Peter Safran konnte bislang noch keinen richtigen Höhenflug hinlegen.
Erst letzte Woche ist der neue DCU-Film Supergirl angelaufen, der kommerziell wieder einen stark enttäuschenden Start hingelegt hat. Trotzdem erwartet uns 2026 noch ein neuer DC-Film, der endlich frischen Wind im Genre verspricht: Clayface.
Body-Horror statt Superhelden-Glanz: Clayface verspricht düsterste DC-«Unterhaltung»
Wenn Supergirl eines gefehlt hat, dann war es der Überraschungsfaktor. Der neue DC-Blockbuster ist derart nach Schema F gestrickt, dass sich die Story wie in jedem MCU-Film aus den früheren Phasen schaut. In den letzten 15 Jahren wurden wir im Kino mit derartigen Superhelden-Filmen förmlich überflutet, was die grundsätzliche Müdigkeit gegenüber dem Genre erklärt.
Im Oktober startet aber noch ein neuer DC-Film im Kino, der deutlich andere Wege einschlagen dürfte. Mit Clayface soll im DCU ein waschechter Horrorfilm entfesselt werden, der sich an Filmen wie Die Fliege von David Cronenberg orientiert.
Hier könnt ihr den deutschen Teaser-Trailer zu Clayface schauen:
Clayface – Teaser Trailer (Deutsch) HD
Im Film steht der gleichnamige ikonische Batman-Bösewicht im Fokus, der hier zunächst als aufstrebender Schauspieler Matthew «Matt» Hagen (Tom Rhys Harries) zu sehen ist. Als er eine unschöne Begegnung mit einem Gangster hat und schwer verletzt wird, soll ihn die ungewöhnliche Behandlung der Wissenschaftlerin Dr. Caitlin Corr (Naomi Ackie) retten. Stattdessen wird er in ein fürchterliches Monster verwandelt, dessen Körper ein einziger verformbarer Lehmklumpen ist.
Der Clayface-Regisseur klingt nach der passenden Wahl für den DC-Horror
Hinter dem nächsten DCU-Film steckt ein Pitch von Horror-Genie Mike Flanagan (Spuk in Hill House), der die Idee hatte, die Entstehungsgeschichte des Batman-Bösewichts als beklemmenden Horrorfilm zu realisieren. Während er bei der kommenden Version am Drehbuch mitgeschrieben hat, saß James Watkins hinter der Kamera auf dem Regiestuhl. Der Brite hat in der Vergangenheit heftige oder schaurige Horrorfilme und Thriller wie Eden Lake, Die Frau in Schwarz und Speak No Evil gedreht.
Damit wurde definitiv ein Regisseur für Clayface gewählt, der nicht für familientauglichen Superhelden-Spaß steht. Zudem setzte Watkins den nächsten DC-Film für ein vergleichsweise schmaleres Budget von 40 Millionen Dollar um. Damit ist das finanzielle Risiko etwas niedriger als bei einem Blockbuster wie Supergirl, der um die 170 Millionen Dollar (ohne Marketing/Werbung) gekostet hat. Außerdem wurde Clayface mit dem härteren R-Rating versehen , was ihm einem größeren Publikum von vornherein unzugänglicher macht.
Im besten Fall gelingt dem DCU mit Clayface eine Kurskorrektur, die mit eigenständigeren DC-Filmen der letzten Jahre wie Joker und The Batman vergleichbar ist. Zudem haben 2026 schon die beiden Horrorfilme Obsession und Backrooms für einen riesigen Hype gesorgt.
Mit dem Ansatz, auf fiesen Horror statt Superhelden-Genre-Einheitsbrei zu setzen, könnte Clayface ein unerwarteter Hit für das riesige Universum werden. So oder so verspricht der Film dringend nötige Abwechslung. Clayface startet kurz vor Halloween am 22. Oktober 2026 in den deutschen Kinos.