Tesla verkauft neue sommerliche Ausrüstung an bestehende Besitzer. Der Elektroautohersteller hat kürzlich seinen Online-Shop mit einer Kollektion an Sommerzubehör für das Auto und Lifestyle-Artikeln aktualisiert.
Zu den Zusatzartikeln gehören ein 595-Dollar-Kühlschrank (etwa 517 Euro) mit zwei Temperaturzonen, der in den Unterkofferraum des Model Y passt, ein am Heck anzubringendes Zelt für den Cybertruck sowie passgenaue Luftmatratzen für das Model 3 und den Cybertruck.
Mehrere Produkte – darunter der Kühlschrank, die Luftmatratzen und ein Klappstuhl – sind laut Website derzeit nicht vorrätig.
Auf der einen Seite ist die Kollektion ein klassischer Sommer-Marketing-Schachzug: Die Amerikaner unternehmen Roadtrips und fahren an den Strand, während ein Großteil des Landes unter extremer Hitze leidet.
Doch die Accessoires sagen auch etwas Größeres über Teslas Herangehensweise und Fertigungsstrategie aus. Der Autohersteller stützt sich zunehmend auf seine bestehenden Fahrzeuge – insbesondere das Model Y. Ähnlich wie bei den FSD-Abonnements ermöglichen maßgeschneiderte Accessoires es Tesla, nach dem Erstkauf des Autos mehr Umsatz und Markentreue bei seinen bestehenden Kunden zu erzielen.
Teslas Produktionsvorteil
Die Zubehörteile spielen zudem Teslas Produktionsvorteil in die Hände. Das Unternehmen baut im Vergleich zu traditionellen Autoherstellern nur eine geringe Anzahl von Fahrzeugmodellen und Ausstattungsvarianten, was die Entwicklung von Zubehör für standardisierte Innenräume, Kofferräume, Steckdosen und Laderaumbereiche erleichtert.
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung der Sommerkollektion ist bemerkenswert. Zwar hat Tesla im letzten Quartal die Umsatzprognosen übertroffen, doch sieht sich der Autohersteller neuer Konkurrenz durch dynamische EV-Herausforderer gegenüber, die auf Funktionalität, Individualisierung und Lifestyle setzen. Rivian hat mit der Auslieferung des R2, seines Konkurrenten zum Model Y, an Privatkunden begonnen, während Slate angibt, dass seine hochgradig individualisierbaren Elektro-Pickups bis Ende des Jahres bei den Kunden sein werden.
Tesla hat zudem kürzlich das Model Y L, eine 61.990 US-Dollar (etwa 53.900 Euro) teure Sechs-Sitzer-Version seines meistverkauften SUVs, in sein US-Sortiment aufgenommen, nachdem das dreireihige Model X Anfang des Jahres aus dem Programm genommen worden war.
Tesla reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von BUSINESS INSIDER (BI) nach einer Stellungnahme.
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