Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Bei den Toten handele es sich um eine Mutter und ihre Tochter, die bei
einer Attacke auf die Stadt Mykolajiw getötet wurden, sagte Regionalgouverneur Vitali Kim. Ihm zufolge wurden zwei weitere Menschen bei dem Angriff verletzt. Russland habe auch erneut ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw abgeschossen, teilten lokale Behörden mit. Wie Augenzeugen berichteten, erfolgte die erste heftige Explosion noch
vor dem Ertönen der Luftschutzsirenen. Bürgermeister Vitali Klitschko rief die Bevölkerung dazu auf, in den Schutzräumen zu bleiben.

Durch die russischen Angriffe gerieten Klitschko zufolge mehrere Lagerhallen sowie ein weiteres »Nichtwohngebäude« in Brand. Daten der Luftwaffe legen nahe, dass die ukrainische Luftabwehr mehr als 80 Prozent der 169 Drohnen abfangen konnte, die auf das Land abgeschossen wurden. Die von Russland eingesetzten ballistischen Raketen abzuschießen sei nicht gelungen.

Selenskyj fordert mehr Waffen für die Ukraine

Auch Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, wurde laut Angaben lokaler Behörden von Raketen angegriffen. Dort wurden zwei Verletzte gemeldet. In der Region Dnipropetrowsk gab es nach
Angaben der dortigen Behörden vier Verletzte durch russische Angriffe, zwei weitere Verletzte wurden aus Saporischschja gemeldet.

Die
neuen Angriffe erfolgten nur einen Tag nachdem durch russische
Attacken in der Ukraine
nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen
getötet worden waren. Die Angriffe ereigneten sich, während die Nato-Mitglieder bei
einem Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara über die Zukunft des
Verteidigungsbündnisses berieten. Vor Beginn des Treffens
hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj »mehr
Entschlossenheit« bei der Versorgung seines Landes mit Waffen gefordert.

Ein Toter nach ukrainischen Angriffen auf Ölanlagen

Die ukrainische Armee wiederum hat erneut Ölraffinerien in Russland mit Drohnen attackiert. In den Anlagen von Saratow an der Wolga und Nischnekamsk in Tatarstan brachen Brände aus, wie ukrainische und russische Telegram-Kanäle berichteten.

© Lea Dohle

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In Saratow wurde nach Angaben des Gouverneurs Roman Bussargin ein Mann getötet. Zudem gebe es Schäden an der zivilen Infrastruktur. Das
russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht seien 415 Drohnen abgefangen worden. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

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