Prime auf Tablet

Nur wenige Serien erhalten auf Rotten Tomatoes eine perfekte Bewertung. Doch vor einer raschen Absetzung schützt auch das nicht, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.

Das hochemotionale Familiendrama „It’s Not Like That“ wird keine zweite Staffel erhalten. Wie das US-Branchenmagazin Deadline exklusiv berichtet, hat Amazon Prime Video der Serie überraschend den Stecker gezogen. Das Bittere daran: Die Produktion der „Wonder Project“-Schmiede verabschiedet sich nicht nur mit einer perfekten Traumquote von 100 Prozent positiver Kritiken auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes, sondern auch mit einem fiesen Cliffhanger, der nun für immer ungelöst bleibt.

Auf einen Blick: Das Aus von „It’s Not Like That“

Obwohl die Serie beim Publikum und den Kritikern gleichermaßen einschlug, machen die Verantwortlichen bei Amazon kurzen Prozess. Hier sind die nackten Zahlen zum Serien-Aus:

KriteriumStatus / BewertungPlatzierung in den Charts (Juni/Juli 2026)ZukunftsaussichtenRotten Tomatoes Score100 % Perfect Score–Bleibt als unvollendetes Meisterwerk bestehenGlobale Prime-ChartsOrdentlichPlatz 9 (In den wöchentlichen Top 10 vom 3. Juni)Abgesetzt nach nur einer StaffelUS-TageschartsGanz okayKonstanter Dauerbrenner, aktuell auf Platz 5Fans kämpfen um Staffel 2Schwesterserie „House of David“Verlängert–Staffel 3 offiziell bestätigt

Die Absetzung kommt für Branchenkenner eher überraschend. Normalerweise sind Serien, die sich wochenlang in den oberen Rängen der internen Amazon-Charts festbeißen, sichere Kandidaten für eine Verlängerung. „It’s Not Like That“ feierte am 25. Januar zunächst sein Debüt auf dem kostenpflichtigen, christlich-familiär ausgerichteten Zusatzkanal (Add-on-Channel) von Wonder Project, bevor am 15. Mai der weltweite, breite Release im regulären Prime-Abo folgte.

Danach schoss das Format sofort durch die Decke: In den allerersten Serien-Top-10 von Amazon (veröffentlicht am 3. Juni) rangierte das Drama auf einem recht guten neunten Platz. In den USA stand die Serie im Juli sogar noch auf Platz 5 der täglichen Charts.

Warum also das Aus? Ein Grund dürfte hinter den Kulissen liegen: Sowohl „It’s Not Like That“ als auch das extrem erfolgreiche Historien-Drama „House of David“ (das wiederum grünes Licht für eine dritte Staffel erhalten hat) wurden noch von früheren Prime-Führungskräften in Auftrag gegeben. Und obwohl der neue Kopf der Amazon MGM Studios, Peter Friedlander, beste Beziehungen zur Wonder-Project-Chefin Kelly Merryman Hoogstraten pflegt, fiel der Rotstift am Ende gnadenlos zuungunsten der romantischen Familienserie aus.

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Der ewige Cliffhanger: Kein Happy End für Malcolm und Lori

Das vorzeitige Ende ist für die treue Fangemeinde besonders schmerzhaft, da die Schöpfer Ian Deitchman und Kristin Robinson (beide bekannt durch „Parenthood“) die Handlung voll auf eine Fortsetzung ausgelegt hatten.

Die Serie begleitete den frisch verwitweten Pastor und dreifachen Vater Malcolm (gespielt von Scandal-Star Scott Foley) und die frisch geschiedene zweifache Teenager-Mutter Lori (Erinn Hayes) bei ihrem turbulenten Versuch, das Single- und Elternleben unter einen Hut zu bekommen.

Im großen Staffelfinale kam es schließlich zum emotionalen Höhepunkt: Malcolm gestand Lori endlich seine tiefen Gefühle – doch der Moment entpuppte sich sekundenunterbrochen als reine Vorstellung in seinem Kopf. In der Realität überrollte Lori ihn stattdessen mit einem massiven Dilemma: Sie gestand ihm, dass sie völlig hin- und hergerissen sei, ob sie den Schritt nach vorne mit ihrem neuen Freund wagen oder doch zu ihrem Ex-Mann zurückkehren soll. Malcolm schluckte seine Liebeserklärung runter und beschloss, auf einen besseren Zeitpunkt zu warten. Ein Moment, der durch die Absetzung nun niemals mehr kommen wird.

Die drei wichtigsten Erkenntnisse zur „It’s Not Like That“-Absetzung:

Überraschender Korb von Amazon: Trotz eines perfekten 100-Prozent-Kritiker-Scores bei Rotten Tomatoes und konstanten Top-5-Platzierungen in den US-Streaming-Charts wird die Serie nach Staffel 1 eingestellt.

Bitterer ewiger Cliffhanger: Durch das abrupte Ende bleibt die Liebesgeschichte zwischen dem verwitweten Pastor Malcolm (Scott Foley) und der geschiedenen Mutter Lori (Erinn Hayes) für immer unvollendet.

Wonder-Project-Fokus verschiebt sich: Während das Beziehungsdrama stirbt, hält Amazon an der Kooperation mit der Produktionsfirma fest und verlängert das biblische Epos „House of David“ vorzeitig um eine 3. Staffel.

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