Kein Frieden in Sicht

Kreml-Insider: Putin will den Krieg weiter eskalieren

Aktualisiert am 10.07.2026 – 09:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Russlands Präsident Wladimir Putin: Sein Plan eines schnellen Sieges gegen die Ukraine ging nicht auf. (Quelle: IMAGO/Gavriil Grigorov)

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Ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine erscheint gegenwärtig höchst unwahrscheinlich. Kreml-Insider vermuten eher das Gegenteil.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters nicht vor, Friedensverhandlungen mit der Ukraine zu führen. Das liege auch an den ukrainischen Angriffen auf die Ölinfrastruktur in Russland, die Putins Kriegswut sogar noch weiter anfachen sollen. Reuters beruft sich dabei auf drei dem Kreml nahestehende Personen.

Demnach haben die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Häfen Putins Entschlossenheit, den Krieg weiterzuführen, noch verstärkt. Zwei der Gesprächspartner gehen fest davon aus, dass Russland den Krieg weiter verschärfen wird. Einer von ihnen sprach gegenüber Reuters von einer «hohen Wahrscheinlichkeit» einer Eskalation in den kommenden Monaten. Wie diese aussehen könnte, blieb offen.

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Die Angaben stehen im Widerspruch zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Er hatte nach Telefonaten mit Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärt, der Kremlchef wolle den Krieg beenden.

Putin soll an Kriegszielen festhalten

Putin habe in jüngster Zeit jene Berater in die Schranken verwiesen, die sich für einen Waffenstillstand entlang der Frontlinie eingesetzt hätten, heißt es im Reuters-Bericht. Der russische Präsident halte stattdessen an seinem Ziel fest, den gesamten Donbass unter russische Kontrolle zu bringen. Eine weitere Quelle zeigte sich überzeugt, dass Russland dies bald gelingen könne.

Ein russischer Soldat feuert seinen Raketenwerfer im Zuge einer Übung im von Russland besetzten Osten der Ukraine ab.Vergrößern des BildesEin russischer Soldat feuert im Zuge einer Übung im von Russland besetzten Osten der Ukraine einen Raketenwerfer ab. (Quelle: IMAGO/Alexander Reka)

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte auf Anfrage von Reuters, Russland sei zu einer friedlichen Lösung bereit. Zugleich verfüge das Land aber über genügend Möglichkeiten, den Krieg eigenständig fortzusetzen. Dieser Aussage steht unter anderem die schwere Benzinkrise im Land entgegen, die durch die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien und -pipelines ausgelöst wurde.

Weitere Experten sehen Hinweise auf Eskalation

Weiterhin zitiert Reuters ukrainische Regierungskreise, die ebenfalls vor einer Eskalation warnen. Demnach deuten Geheimdiensterkenntnisse darauf hin, dass Russland neue Vorstöße in der Ukraine plane.